ViLE-Webinar: Kuno mit Künstlerinnen von der Künstlerkolonie Carlshöhe, Schleswig-Holstein

Im Rahmen des ViLE-Webinars werden unterschiedliche Themen behandelt und man kommt dazu ins Gespräch. Themenschwerpunkte sind Politik, Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Technik. Diesmal werden drei Künstler*innen die Künstlerkolonie Carlshöhe in Schleswig-Holstein von KUNO mit Paul Kroker vorgestellt.

3 von der Carlshöhe

Zum 8. März in diesem Jahr präsentiert Kultur im Norden - KUNO drei Frauen der Künstlerkolonie Carlshöhe (Eckernförde): Marit Koch, Marlies Rzadkiewicz und Wiebke Lassen. Von allen drei präsentiert die Online-Ausstellung ästhetisch ansprechende und anspruchsvolle Arbeiten, die vom Publikum ein "qualitätsvolles Sehen" (Hanno Rauterberg) einfordern, nicht einfach zu gucken und zu schauen, sondern die Kunstobjekte zu betrachten. Denn eine genaue, detaillierte Betrachtung ist eine Wertschätzung beider Seiten. Dazu passt der Titel eines Bildes von Marit Koch: Wer sieht, Grundfrage der Kunst, des Kunstwerk und seiner Wahrnehmung.

Besonders erfreulich in diesem Webinar die Anwesenheit der Künstlerinnen, auf dass es ein fruchtbares Gespräch wird über einzelne Werke von ihnen aus Malerei, Mixed Media und Skulptur sowie über konkrete wie grundsätzliche Fragen der Kunstproduktion und -rezeption.

Bei Marit Koch ist es ein Gemälde, das zunächst einmal ganz unwillkürlich den Blick auf sich zieht, nämlich der Doppelakt 1 (2019) zweier nackter weiblicher Körper, eine geradezu voyeuristische Versuchung, die sich auf den zweiten Blick ganz anders auflöst. Ihre abstrakten Arbeiten vermitteln dagegen dank der Transparenz der Acrylfarben sowie der Bewegung von Formen und Flächen so etwas wie eine Leichtigkeit des Seins, die ästhetisch nicht unwidersprochen bleibt.

Auf Schwarzweiß-Fotografien vom Strand auf Fuerteventura hinterlässt Marlies Rzadkiewicz mehr oder minder starke Spuren von Acryl in Schwarz sowie fast immer auch etwas Rot, das hindurchscheint, sich vermischt, auch für sich selbst steht. Diese Mixed-Media-Serie trägt den enigmatischen Titel Erzählende Asche. Den im Kopf und die Bilder vor Augen, das führt zu einer Wahrnehmung, die zwischen Schönheit und Schrecken changiert.

Wiebke Lassen präsentiert Raku-Keramiken in Form von skurrilen Männervisagen, die jedoch so etwas ausstrahlen wie eine gewisse Seelenruhe und Unerschütterlichkeit. Ebenso die Frauenfiguren, die in ihrer Schlichtheit ein ganzes Panorama von emotionalen Regungen äußern, so dass die mit dem Titel Gefühlsfrau eigentlich für alle steht. Mit Ausnahme einer, ein Fragment, Halbakt, ohne Gesicht, nach Outfit und Frisur eine Frau von heute, Kämpferin betitelt.

Durch die Ausstellung und das Gespräch führt Paul Kroker, begleitet von Markus Marquard. 

An der Veranstaltung kann durch Beitreten zu einem virtuellen Veranstaltungsraum teilgenommen werden. Die Zugangsdaten können wir aus Sicherheitsgründen nicht mehr auf der Webseite bekannt geben. Den Zugang zum Videokonferenzraum erhalten Sie über die E-Mail <info@vile-netzwerk.de>.

 

Ort: Zoom-Meeting

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