Treptow-Köpenick.

Treptow-Köpenick ist der neunte Verwaltungsbezirk von Berlin und hat rund 245.000 Einwohner in 15 Ortsteilen. Treptow-Köpenick ist per 1. Januar 2001 durch die Fusion der bis dato eigenständigen Bezirke Treptow und Köpenick entstanden. Mit 18,9 Prozent der Stadtfläche ist Treptow-Köpenick der großflächigste Bezirk Berlins. Per 31. Oktober 2013 zählte der Bezirk Treptow-Köpenick 243.518 Einwohner auf einer Fläche von 168,4 Quadratkilometern. Somit lag am Stichtag die Bevölkerungsdichte bei 1.446 Einwohnern pro Quadratkilometer und war der niedrigste Wert aller Berliner Bezirke. Am 31. Dezember 2012 lag der Ausländeranteil bei 4,0 Prozent, während der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei 8,4 Prozent lag. Durch den Bezirk Treptow-Köpenick führt mit dem Adlergestell Berlins längste Straße (11,9 Kilometer).    http://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Treptow-K%C3%B6penick

Alt-Treptow.

Das Gebiet des heutigen Alt-Treptow wurde bereits im 6. oder 7. Jahrhundert von Slawen (Wenden) besiedelt. Der Name bezog sich anfangs wohl auf die Flusserweiterung südlich des Rummelsburger Sees und hatte verschiedene Varianten (Trebow, Trebkow, Trebikow, Trepkow). Im Laufe der Zeit ging die Bezeichnung auf die Fischereisiedlung über. Um 1261 überließ der Ritter Rudolf von Stralau das Vorwerk Treptow, als dessen Vorbesitzer Templer genannt werden und das bis ins 19. Jahrhundert noch als Burgwall bezeichnet wurde, der Stadt Cölln. 1568 findet es sich dort auf einer Kämmereirechnung unter dem Namen Trebow, mit der die Existenz eines Fischerhauses belegt wird. Erweitert um sechs Grundstücke, die 1779 Siedlern zugesprochen wurden, wurde die Ansiedlung als Kolonie Treptow bezeichnet. Um 1875 waren auf dem Gebiet zwischen der heutigen Lohmühlen- und der Elsenstraße, westlich des Exerzierplatzes und der Berlin-Görlitzer Bahnlinie, die in den 1860er Jahren gebaut wurde, hauptsächlich Gärtnereien angesiedelt. Am 22. Januar 1876 wurde der Gutsbezirk Treptow durch einen königlichen Erlass in die Landgemeinde Treptow umgewandelt. Die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entstandenen ersten Industrieansiedlungen brachten zusätzliche finanzielle Mittel, sodass Treptow nicht nur vom Ausflugsverkehr profitierte. Zwischen 1876 und 1878 legte Gustav Meyer den Treptower Park an. Die Landgemeinde Treptow hatte aufgrund ihres starken Wachstums finanzielle Probleme, vor allem durch die notwendig gewordenen Infrastrukturmaßnahmen. Schon seit 1910 stand die Eingemeindung in die Stadt Berlin zur Debatte. Nach dem Ersten Weltkrieg verschärften sich diese Probleme zusehends. 1920 wurde der Bezirk Treptow gebildet und nach Groß-Berlin eingemeindet.
Von 1935 bis 1940 wurde an der Ecke Kiefholz-/Lohmühlenstraße ein neuer Fabrikkomplex für das Unternehmen Fritz Weber & Co. errichtet. Weber selbst war Wehrwirtschaftsführer und Mitglied der NSDAP. Es wurden dort von mehr als 2300 Arbeitern und Angestellten Kriegsmaterialien gefertigt.
Nach 1945 lag Alt-Treptow in der sowjetischen Besatzungszone.

Im Treptower Park befindet sich das sowjetische Ehrenmal, das von Juni 1946 bis 1949 erbaut und am 8. Mai 1949 eingeweiht wurde. Die sowjetische Denkmal-Bauverwaltung hatte sich in dem nahen Kasernengelände am Treptower Park bis 1951 einquartiert. Die Gebäude des Apparatewerks Treptow der AEG dienten in der DDR dem Stammbetrieb des Volkseigenen Kombinats Elektro-Apparate-Werke Berlin-Treptow. Am 13. August 1961 wurde die Grenze zwischen Alt-Treptow und den West-Berliner Bezirken Kreuzberg und Neukölln hermetisch abgeriegelt. Die Berliner Mauer verlief, um wenige Meter nach hinten versetzt, entlang des Flutgrabens, des Landwehrkanals, der Harzer Straße, der Bouchéstraße, der Heidelberger und der Treptower Straße zur Kiefholzstraße. Am 11. Juni 1962 gelang 55 Ost-Berlinern die Flucht durch einen etwa 75 Meter langen Tunnel, der von einem Lokal an der Ecke Heidelberger/Elsenstraße gegraben wurde. Das Kasernengelände zwischen Elsenstraße und Bouchéstraße wurde 1990 von der Bundeswehr übernommen. In einem Teil der Kaserne wurden Asylsuchende untergebracht. Von 1996 bis 1999 wurden die Gebäude der Kaserne denkmalgerecht saniert, seitdem ist ein Teil des Bundeskriminalamtes und des Verfassungsschutzes dort untergebracht. Die letzten russischen Truppen wurden 1994 im Treptower Park verabschiedet.

Treptower Park. Der 88,2 Hektar große Park wurde von 1876 bis 1888 nach Plänen des damaligen Städtischen Gartendirektors Gustav Meyer angelegt. Die Baukosten der Parkanlage betrugen 1,2 Millionen Mark. Als Volkspark war sie – eine Neuerung für die damalige Zeit – offen für alle Bürger und hatte in ihrer Mitte eine große Spiel- und Sportwiese in Form eines Hippodroms, 250 Meter lang und 100 Meter breit.
Auf dem zentralen Areal der ehemaligen Spiel- und Sportwiese ließ die Sowjetische Militäradministration von 1946 bis 1949 das Sowjetische Ehrenmal errichten, das eine Fläche von rund 100.000 m² einnimmt. Es ist ein Friedhof und eine Gedenkstätte für die etwa 80.000 bei der Eroberung Berlins im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Roten Armee.

Von 1957 bis 1958 wurde ein vom Landschaftsarchitekten Georg Pniower entworfener Sommerblumengarten angelegt, aus dem später der heute bekannte Rosengarten mit 25.000 Rosenpflanzen, Plastiken und einem Springbrunnen entstand. Der Treptower Park bietet mit seinen vielen kleinen und großen Wiesen viel Platz als Erholungsgebiet.

Die Bekenntniskirche. Ab 1905 war Treptow eine unabhängige Gemeinde, die ab 1911 eine eigene Kirche hatte, die Kirche Zum Vaterhaus in der Baumschulenstraße. Da die Bevölkerungszahl weiter anstieg und sich für die Bewohner des nördlichen Teils von Treptow weite Wege zur Kirche ergaben, wurde 1929 ein Grundstück in der Plesser Straße für den Bau einer zweiten Kirche, der Bekenntniskirche, erworben. Die Grundsteinlegung fand am 9. August 1930, die Einweihung am 16. August 1931 statt. Am 14. April 1945 schlug eine Fliegerbombe in die Kirche ein und zerstörte das Altarfenster, das daraufhin 1946 wiederhergestellt wurde. 1948 wurde die Gemeinde Berlin-Baumschulenweg mit der Kirche zum Vaterhaus eigenständig, seitdem ist die Bekenntniskirche die einzige Kirche der Gemeinde Berlin-Treptow. Die Kirche wurde nach Plänen des Architekten Curt Steinberg gebaut, der das kirchliche Bauamt des Evangelischen Konsistoriums leitete. Es handelt sich um eine Saalkirche mit der klassischen Aufteilung in Vorraum, Kirchsaal und Altarraum. Diese traditionelle Aufteilung wurde mit expressionistischen Formen vereint. Die Fassade der Kirche besteht aus dunkelroten Keramikplatten mit Schmuckelementen aus ähnlich-farbigen Klinkern. Sie wird durch zwei Treppenhäuser in drei Teile gegliedert. Die Treppenhäuser gehen oben in zwei Glockenstühle mit aufgesetzten Metallkreuzen über. In der Mitte befindet sich ein großes rechteckiges Portal, hinter dem eine Freitreppe zum Kirchsaal im ersten Stock führt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Alt-Treptow

Plänterwald.

Plänterwald ist ein Ortsteil im Bezirk Treptow-Köpenick. Der Ortsteil entstand 1997 als Abtrennung von den Ortsteilen Alt-Treptow und Baumschulenweg. Schon vorher existierte die Siedlungslage Plänterwald, benannt nach dem Forst Plänterwald, der als Plenterwald angelegt wurde.
Der 89 Hektar große Forst Plänterwald erstreckt sich zwischen den Ortsteilen Alt-Treptow im Nordwesten und Baumschulenweg im Süden. 1760 am Spreeufer angelegt, wurde er zunächst forstwirtschaftlich genutzt und seit 1876 auf nordwestlicher Seite durch den Treptower Park als städtisches Naherholungsgebiet ergänzt. Im Norden des Plänterwalds wurde 1969 der Kulturpark Berlin als ständiger Vergnügungspark angelegt. Vor der Wende (1989) hatte er jährlich etwa 1,5 Mio. Besucher. Die 1992 als Spreepark wiedereröffnete Anlage wurde 2001 unter vermutlich betrügerischen Umständen geschlossen Investor für die Sanierung und Wiedereröffnung wurde bisher nicht gefunden.
Unmittelbar südlich der Spreepark-Fläche befindet sich als historische Ausflugsgaststätte aus dem 19. Jahrhundert das alte Eierhäuschen. Das schon von Theodor Fontane in seinem Roman Der Stechlin beschriebene Baudenkmal steht seit Herbst 1990 leer und droht weiter zu verfallen.      http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Pl%C3%A4nterwald

Baumschulenweg.

Baumschulenweg - Name und Geschichte des Ortsteils sind eng verbunden mit den seinerzeit weltweit bekannten Späth’schen Baumschulen. Im Volksmund wird der seit 1945 eigenständige Ortsteil auch „Baume“ genannt.
Bis zur Gründung der Landgemeinde Treptow am 22. Januar 1876 war das Gut Marienthal die einzige Ansiedlung auf dem Gebiet des heutigen Ortsteils Baumschulenweg. Der Umzug der Gärtnerei L. Späth von der Köpenicker Straße auf die Britzer und Rudower Wiesen im Jahr 1863 war dann der Hauptanstoß für die Bildung des zukünftigen Ortsteils Baumschulenweg. Nachdem Franz Ludwig Späth sechzig Besitzern ihre Wiesen abgekauft hatte, gründete er dort seine Baumschule, die er zu Weltruhm führte und zur weltweit größten Baumschule ausbaute.
Um die Wohnungsnot zu lindern, kam es ab 1924 zum Bau verschiedener neuer Siedlungen. So entstand unter anderem zwischen der Baumschulenstraße, der Forsthausallee und dem Britzer Zweigkanal die Reichsbahnsiedlung. Auch zwischen Baumschulenstraße und Heidekampweg wurde die Randbebauung weitergeführt. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Baumschulenweg ein eigener Ortsteil. Die Späth'sche Baumschule wurde 1947 in Treuhandeigentum und 1949 in Volkseigentum überführt. Das Arboretum kam am 1. September 1961 zum Institut für Spezielle Botanik der Humboldt-Universität zu Berlin, das 1969 dem Museum für Naturkunde zugeordnet wurde. Das alte Herrenhaus dient heute den Professuren für Botanik/Biologie-Didaktik und für Spezielle Botanik des Instituts für Biologie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät I als Sitz. Nach der Wende wurde der Stützpunkt des VEB WTB geschlossen und das Grundstück vermarktet. Hier entstand die erste größere Blockrandschließung im Bezirk Treptow.
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Baumschulenweg

Johannisthal.

Der Ortsteil Johannisthal ist geprägt von lockerer Bebauung. Johannisthal ist vermutlich nach dem Kolonienherrn Kammerrat Johann Wilhelm Werner († 1754) benannt. Die erste Erwähnung war in einer Order vom 16. November 1753. 1884 wurde dem Ort der Titel „Bad Johannisthal“ zugesprochen, der jedoch aufgrund der zunehmend verdichteten Bebauung mit folgendem Versiegen der Quelle rasch wieder verloren ging. In Johannisthal wurde 1909 der erste deutsche Flugplatz, der Motorflugplatz Johannisthal-Adlershof eröffnet. In Johannistal begann die Geschichte der zivilen Luftpost in Deutschland am 5.  Februar 1919. Von diesem Tag an starteten zweimal täglich Flugzeuge in Berlin-Johannisthal, um Postsendungen – vor allem Zeitungen – von der Hauptstadt zum Tagungsort der verfassunggebenden Nationalversammlung in Weimar zu transportieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 nutzte die Rote Armee kurzzeitig den Flugplatz. Im Jahr 1953 wurde in Johannisthal der erste Großplatten-Experimentalbau der DDR als Versuchsbau der Deutschen Bauakademie in der Engelhardstraße 11–13 errichtet. Nach der Maueröffnung wurde 1995 der Flugplatz endgültig geschlossen. Auf einem größeren Teil der Fläche befindet sich heute ein Landschaftsgarten, der Landschaftspark Johannisthal/Adlershof.   http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Johannisthal

Niederschöneweide.

Von amtlicher Seite waren seit 1850 Überlegungen im Gange, die Siedlungen am linken Spreeufer mit einem bestehenden Kommunalbezirk zu vereinigen oder einen selbstständigen Gemeindebezirk zu bilden. Der Beschluss musste aber noch den langen Weg durch die Instanzen gehen. Am 9. August 1878 wurden dann endlich alle Gewerbe-, Fabrik- und Villengrundstücke zur Gemarkung eines eigenen Gemeindebezirkes mit dem Namen „Niederschöneweide“ erklärt. Die Entwicklung des Ortes Niederschöneweide verlief weiterhin im Fahrwasser der Industrialisierung. Nachdem sich bisher hauptsächlich Textilgewerbe und -fabriken an beiden Seiten der Spree niederließen, kamen nach und nach auch andere Produktionszweige dazu. Trotz der zunehmenden Industrialisierung erweckte Niederschöneweide im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts den Eindruck eines aufsteigenden Ausflugsortes. Seit 1866 existieren zwei Dampferanlegestellen. Die Industrialisierung und der Wohnungsbau gingen ungebrochen weiter. Um die Wohnungsnot zu mildern, wurden im ganzen Bezirk neue Siedlungen gegründet. Im Osten Niederschöneweides entstand 1924 die Siedlung Oberspree.

Während der Zeit des Nationalsozialismus entwickelte sich Niederschöneweide aufgrund seiner Metall- und chemischen Industrie schnell zu einem wichtigen Standort der Rüstungsproduktion.

Am 24. April 1945 befand sich Niederschöneweide in den Händen der 8. Gardearmee der 1. Weißrussischen Front. Niederschöneweide, fiel nach der Aufteilung Groß-Berlins in vier Sektoren durch die alliierten Siegermächte unter sowjetische Kontrolle. Wie überall in den sowjetisch besetzten Gebieten wurden auch in Niederschöneweide zunächst alle nicht zerstörten Produktionsmittel demontiert und in die Sowjetunion gebracht. Es folgte die Enteignung und spätere Umbildung der Industriebetriebe in Volkseigene Betriebe (VEB). Nach der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wurde auch Berlin wiedervereinigt. Erneut hatten viele Bewohner und Beschäftigte in Niederschöneweide erhebliche Umstellungen zu bewältigen. Aufgrund der sich veränderten Marktlage für die ehemaligen Betriebe der DDR kam es zu Massenentlassungen, Betriebsschließungen und Privatisierungen der Betriebe. Historische Industriearchitektur wurde restauriert und neuen Nutzungen zugeführt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Niedersch%C3%B6neweide

Altglienicke.

Anhand der Funde von Herdstellen im Bereich der Ortslage Falkenberg sind in der Altglienicker Region erste menschliche Siedlungen aus der Bronzezeit ab 2000 v. Chr. belegt. Etwa im 9. Jahrhundert n. Chr. lösten slawische Wenden im Rahmen der Völkerwanderung die bisher hier siedelnden germanischen Semnonen ab. Im mittelalterlichen Dorfbereich von Alt-Glienicke sind bisher keine slawischen Siedlungsspuren gefunden worden.
Deutsche Zuzügler gründeten Alt-Glienicke vermutlich um 1230 als ein Straßendorf. 1417 wurde ein Wohnhof Musolfs erwähnt; Alt-Glienicke war inzwischen Rittersitz geworden. Glienicke kam 1704 als Vorwerk zum Amt Cöpenick. Im Juli 1764 siedelten sich Kolonisten aus der Pfalz als Erbpächter an und erhielten als eigenständige Gemeinde Neu-Glienicke weitgehende Sonderrechte. Alt-Glienicke und Neu-Glienicke wurden zur Gemeinde Altglienicke per Verfügung vom 17. April 1893 vereinigt.
Im Jahr 1920 wurde Alt-Glienicke mit 5.028 Einwohnern nach Groß-Berlin in den neu geschaffenen Bezirk Treptow eingemeindet. Ab den 1930er Jahren kam es zur Parzellierung und Besiedlung weiterer Bereiche des heutigen Siedlungsgebietes.
Pfarrkirche Altglienicke. Am 18. Juli 1894 wurde an der Stelle des Vorgängerbaus der Grundstein für die heutige Pfarrkirche gelegt. Die Weihe fand am 10. November 1895 statt, am Geburtstag Martin Luthers. Die stattliche, dreischiffige Pfarrkirche städtischer Art zeigt ist im Stil der Neoromanik gehalten, weist aber auch Elemente der Neogotik auf (Strebepfeiler). Der schlanke quadratische Turm hat ein steiles Pyramidendach, einen Kalksteinsockel und ist seitlich vor die Kirchenfront gesetzt, völlig untypisch für eine "Dorfkirche", die offenbar städtisch repräsentieren soll.http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Altglienicke

Adlershof.

Die Besiedlung des Adlershofer Fleckens geht auf Büdner (Kleinstbauern mit eigenem Haus und angeschlossenen Feldern) zurück. Im 16. Jahrhundert verstärkte sich das Phänomen der Büdnerkolonien, deren Hausbesitzer nicht aus der Feldarbeit allein leben konnten, jedoch in anliegenden Dörfern und Städten als Tagelöhner weiteres Einkommen fanden. Für den Gutshof Adlershof ist hierbei ein Zinsvertrag vom 14. April 1754 belegt, dessen Datum als Gründungsjahr des heutigen Ortsteils Adlershof angesehen wird. Mit dem Bau der Berlin-Görlitzer Eisenbahn 1866/1867 erreichte der Aufschwung auch Adlershof. Dies bot die Voraussetzung, dass Adlershof zum Industriestandort heranwachsen konnte. 1879 wurde das Landgut aufgelöst und Adlershof zur städtischen Gemeinde. Am 17. Mai 1920 wurde in der Radickestraße 43 die Weltliche Schule eröffnet, die erste nichtkonfessionelle Schule Preußens.

Nach 1945 wurde in Adlershof die Akademie der Wissenschaften der DDR angesiedelt, die viele Institute der angewandten Forschung beherbergte. Auch das Fernsehen wurde am Standort platziert – von 1950 bis 1952 entstand das Fernsehzentrum Adlershof. In den neuen Studios ging am 21. Dezember 1952 erstmals der Deutsche Fernsehfunk (DFF) auf Sendung.
Mit der Wende und friedlichen Revolution in der DDR wurden die Betriebe fast vollständig abgewickelt, und die Betriebsgelände waren plötzlich weithin ungenutzt. So entstand der Plan, die bestehenden Einrichtungen und verbliebenen Institute in eine neue integrierte Landschaft aus Wissenschaft und Wirtschaft einzubinden. Ein markantes Symbol dieser neuen Landschaft ist heute das BESSY-II Elektronensynchrotron, errichtet zwischen 1993 und 1997. Auf der südwestlichen Seite von Adlershof entsteht die neue Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien (WISTA). Das dortige Management bemüht sich, den Begriff Adlershof als Synonym für dieses Gelände zu etablieren, allerdings ohne dabei Rücksicht auf das wesentlich ältere Zentrum von Adlershof zu nehmen. Das ehemalige Akademiegelände ist heute schon weitgehend ausgebaut. In einem breiten Streifen sind dort schon Neubauten der Humboldt-Universität Berlin zu finden. Auf dem Wissenschaftsgelände sind noch zu finden:
- Isothermische Kugellabore (unter Denkmalschutz), im Volksmund Akademiebusen wegen des Standortes auf dem  ehemaligen Akademiegelände.
- Aerodynamischer Park mit großem Windkanal, Trudelturm und Motorenprüfstand.

Die Wohngebiete im nordöstlichen Bereich werden durch die Dörpfeldstraße geteilt. In deren Mitte befindet sich der vergleichsweise kleine Marktplatz. Durch ungesteuerte Entwicklung hat dieser den ursprünglichen Piazza-Charakter verloren und ist heute kein natürlicher Treffpunkt mehr.

Die evangelische Verklärungskirche in Berlin-Adlershof wurde 1899 bis 1900 nach dem Entwurf von Baurat Heinrich Klutmann durch Robert Leibnitz erbaut. Sie zählt zu den wenigen Kirchenbauten des Späthistorismus, deren ursprüngliche Innenausmalung und Ausstattung nahezu vollständig erhalten sind. Die Malereien wurden 2001 restauriert. http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Adlershof

Bohnsdorf.

Bohnsdorf wirkt heute durch den Dorfplatz wie die typisch deutsche Planform eines Straßenangerdorfs während des 12. und 13. Jahrhunderts der deutschen Ostsiedlung. Tatsächlich war Bohnsdorf aber zunächst ein Sackgassendorf, wie die Schulenburgsche Karte von 1778–1886 sowie das Ur-Messtischblatt von 1831 ausweisen. Die Siedlung Bohnsdorf hatte während der nächsten 200 Jahre ständig wechselnde Grundherren. Ein Tiefpunkt in der Geschichte Bohnsdorfs war die Zeit zwischen 1400 und 1420, als die Raubritter die Region unsicher machten und die Siedlungen rings um Berlin-Cölln plünderten. Brandenburg, das sich 1539 schon zu Lebzeiten Martin Luthers der Reformation angeschlossen hatte, wurde 1630 zum Verbündeten Schwedens im Dreißigjährigen Krieg. Durch die mehrmals plündernd durch die Mark ziehenden Heere verlor Bohnsdorf bis zum Ende des Krieges etwa dreiviertel seiner Bevölkerung. Nach der Gründung des Königreichs Preußen durch Friedrich I. im Jahr 1701 profitierte Bohnsdorf durch das Aufblühen der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin. Pfälzer Siedler trafen 1764 in Bohnsdorf ein und gründeten östlich des Dorfplatzes die Siedlung Neu-Bohnsdorf. Rund hundert Jahre später, 1865, vereinigten sich Bohnsdorf und Neu-Bohnsdorf zu einer selbstverwalteten preußischen Landgemeinde Bohnsdorf.
Mit Inkrafttreten des Groß-Berlin-Gesetzes am 1. Oktober 1920 wurde Bohnsdorf zunächst als Ortsteil des Bezirks Köpenick nach Groß-Berlin eingemeindet. 1938 kam es dann zum Bezirk Treptow im Austausch gegen Oberschöneweide. Seit Inkrafttreten des Gebietsreformgesetzes zum 1. Januar 2001 gehört Bohnsdorf zum Bezirk Treptow-Köpenick. http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Bohnsdorf

Oberschöneweide.

Oberschöneweide ist ein Ortsteil im Bezirk Treptow-Köpenick und gehörte zu den bedeutendsten Fabrikquartieren Deutschlands. Die Geschichte des Ortsteils ist eng mit der AEGverbunden, die von hier aus Weltgeltung erlangte.

Der Name Schöne Weyde wird das erste Mal 1598 in einer Reisebeschreibung des brandenburgischen Kurfürsten Joachim II. erwähnt. In den 1860er Jahren siedelten sich die Dampf-Waschanstalt Weißenburg und das Gasthaus Sadowa östlich und die Gaststätte Waldschlößchen westlich des Wilhelminenhofs an. Die Entwicklung des Ortes bekam erst wieder 1889 den entscheidenden Impuls, als das private Konsortium der „Grundrentengesellschaft AG in Berlin“ den Wilhelminenhof und umliegendes Land kaufte. Die Grundrentengesellschaft begann umgehend mit der Parzellierung und dem weiteren Verkauf. Beiderseits des aufgekauften und aufgelösten Wilhelminenhof ließen sich zahlreiche große Industriebetriebe nieder. Die AEG baute dort 1890 eine Fabrik für Akkumulatoren, ab 1895 das Elektrizitätswerk Oberspree, ab 1896 ein Kabelwerk mit dazugehörigem Kupferwalzwerk, Gummiwerk und Drahtzieherei und ab 1901 das Messingwalzwerk. Es entstand ein industrielles Ballungsgebiet aus 25 Großbetrieben und einer Vielzahl von kleinen Betrieben, Werkstätten und Labors. Ein Drittel der Firmen gehörte zur Elektroindustrie. Die nächststärkeren Zweige waren die Metallindustrie und der Maschinenbau. Während des Ersten Weltkriegs wurde Oberschöneweide ein hochrangiges Zentrum der Rüstungsindustrie. Durch die hohe Anzahl von Arbeitern in den Großbetrieben entwickelte sich Oberschöneweide zu einem Zentrum der Arbeiterklasse und der Sozialdemokratie. In der Zeit des Nationalsozialismus entwickelte sich Oberschöneweide zu einer Hochburg des Widerstands. Trotz der ständigen Verhaftungen und Todesurteile gegen die Widerstandskämpfer hörte der Widerstand nicht auf. Die Widerstandszellen waren in den Jahren 1942 bis 1944 am zahlreichsten. Die Fabriken in Oberschöneweide blieben das Fundament der illegalen Berliner KPD-Zentrale.
Wie überall in den sowjetisch besetzten Gebieten wurden auch in Oberschöneweide zunächst alle nicht zerstörten Produktionsmittel demontiert und in die Sowjetunion gebracht. Es folgte die Enteignung der Industriebetriebe; sie wurden später in Volkseigene Betriebe umgewandelt.
In den 1950er Jahren wurde das Funkhaus Nalepastraße in der gleichnamigen Straße errichtet. Hier wurden zentral vom Rundfunk der DDR sämtliche Hörfunkprogramme der DDR produziert.
Aufgrund der sich verändernden Marktlage nach der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 kam es bei vielen Betrieben der DDR zu Massenentlassungen, Schließungen und Privatisierungen. Dies war das Ende des traditionsreichen Industriestandorts. Im Laufe der Jahre hat sich der Standort durch die Ansiedlung kleineren Industriebetrieben und Handwerksunternehmen wieder belebt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Obersch%C3%B6neweide

Köpenick.

Köpenick besitzt eine eigenständige mittelalterliche Stadttradition. Der Ort ging aus slawischen Burgwällen hervor, erhielt bereits im Mittelalter das Stadtrecht und verfügt bis heute über einen gut erhaltenen Altstadtkern. Bereits zur Zeit der Slawen, die der Stadt mit Copnic (Inselort) den Namen gaben, bestanden an dieser Stelle Burgen. Die älteste entstand bereits in der Bronzezeit. Im Jahr 1210 findet sich die erste Erwähnung in Dokumenten unter dem Namen Copenic. Um 1232 erhielt Köpenick Stadtrecht. Der Dreißigjährige Krieg führte zu großen Verwüstungen in Köpenick, von den hier vorhandenen Bewohnern (Handwerker, Fischer) blieben nur zwölf am Leben. Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erlangte Köpenick wieder einige Bedeutung, für die wirtschaftliche Entwicklung spielte die Ansiedlung von Textilgewerbe und Seidenspinnerei eine bedeutende Rolle.
Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in der Stadt eine Reihe von Industriebetrieben und Vorstädte mit Mietshäusern außerhalb der Altstadtinsel, woraus sich die heutigen Ortslagen wie die Kietzer Vorstadt, die Dammvorstadt und die Villenkolonie Wendenschloß entwickelten.
In der Woche vom 21. bis 26. Juni 1933 ereignete sich die Köpenicker Blutwoche, in der 91 Gegner der Nationalsozialisten von der SA verhaftet, misshandelt oder getötet wurden. Im damaligen Bezirk Köpenick war der Zweite Weltkrieg am 23. April 1945 mit dem Einmarsch der Roten Armee zu Ende.
Ein sehr bedeutender Zuwachs an Einwohnern ergab sich mit der Errichtung der beiden Neubaugebiete Allende-Viertel I (1971–1973; 2650 Wohnungen) und Allende-Viertel II (1980–1983; 3200 Wohnungen). Im Jahr 2001 wurde der Bezirk Köpenick im Rahmen der Berliner Verwaltungsbezirksreform mit dem Bezirk Treptow zum neuen Bezirk Treptow-Köpenick zusammengelegt.

Das Schloss Köpenick ist ein Schloss im Zentrum von Köpenick. 1558 veranlasste Kurfürst Joachim II. von Brandenburg den Bau eines Jagdschlosses im Stil der Renaissance. Für Kurprinz Friedrich (später Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg, dann auch König Friedrich I. in Preußen) wurde das Schloss ab 1677 erweitert. In den Folgejahren plante man die Errichtung einer dreiflügeligen Anlage. Der nördliche Pavillon wurde um einen Mitteltrakt ergänzt, ein südlicher Pavillon entstand neu. Das Schloss erhielt damit seine heutige Form und war bis 1690 ausgebaut.

Die Schlosskirche, ein barocker Zentralbau über annähernd quadratischem Grundriss und dreiseitigem Chorschluss, wurde von 1682 bis 1685 errichtet. Sie steht zusammen mit den flankierenden ehemaligen Wirtschaftsgebäuden und dem gegenüberliegenden Schloss als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.

Das Rathaus Köpenick befindet sich in der Straße Alt-Köpenick 21. Es wurde 1901 bis 1905 anstelle eines Vorgängerbaus für die damals eigenständige brandenburgische Stadt Cöpenick (seit 1. Januar 1931 Schreibung: Köpenick) erbaut. Das zwischen 1927 und 1949 in Abschnitten nochmals erweiterte Bauwerk steht seit 1982 unter Denkmalschutz. Weltbekannt wurde das neue Köpenicker Rathaus genau ein Jahr nach seiner Einweihung, als der 57-jährige arbeitslose Schuster Friedrich Wilhelm Voigt am 16. Oktober 1906 in einer zuvor erworbenen Hauptmannsuniform des 1. Garde-Regiments mit zehn herbeikommandierten Soldaten Bürgermeister Georg Langerhans verhaftete, um sich der Stadtkasse zu bemächtigen. Der gelungene Streich flog erst nach dem Verschwinden des mehrfach Vorbestraften auf und der zehn Tage später verhaftete Voigt ging als „Hauptmann von Köpenick“ in die Geschichte ein.

Der Müggelsee ist der größte der Berliner Seen. Zur Abgrenzung von dem mit ihm verbundenen, nur 15 Hektar großen Kleinen Müggelsee wird er als Großer Müggelsee bezeichnet. Der Müggelsee gehört zum Berliner Bezirk Treptow-Köpenick, die Ortsteile Köpenick (größter Teil), Friedrichshagen (nur Großer Müggelsee), Rahnsdorf und Müggelheim (nur kleiner Müggelsee) teilen den See unter sich auf. Durch den Müggelsee fließt die Spree, die von Große Tränke, 4 km westlich von Fürstenwalde, bis Köpenick als Müggelspree bezeichnet wird. Der Müggelsee hat vor allem für die östlichen Stadtteile Berlins einen hohen Freizeit- und Erholungswert. Der Große Müggelsee ist eine Binnenschifffahrtsstraße. Jedoch ist das Befahren mit Motorbooten nur auf der Fahrrinne in der Mitte des Sees gestattet. Nicht maschinenangetriebene Wasserfahrzeuge dürfen hingegen die gesamte Seefläche befahren. Neben dem Ausflugsverkehr mit Schiffen der Berliner Stern und Kreisschifffahrt verkehren auf der östlich angrenzenden Müggelspree auch die Fährlinien F23 und F24 der Berliner Verkehrsbetriebe. http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-K%C3%B6penick

Fiedrichshagen.

Friedrichshagen am Nordufer des Müggelsees gelegen, wurde als Kolonistendorf Friedrichsgnade am 29. Mai 1753 von Friedrich II. gegründet und zehn Jahre später in Friedrichshagen umbenannt. Vornehmlich wurden dort Baumwollspinner aus Böhmen und Schlesien angesiedelt, die in einfachen Lehmfachwerkhäusern lebten. Im Jahr 1849 wurde die Haltestelle Friedrichshagen auf der Strecke der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn von Berlin in Richtung Frankfurt (Oder) eröffnet. Durch diese günstige Verkehrsanbindung entwickelte sich Friedrichshagen im 19. Jahrhundert zu einem Villenvorort und beliebten Ausflugsziel für „Sommerfrischler“, die besonders die landschaftlichen Reize des Müggelsees genossen. Friedrichshagen erhielt um 1880 den Titel „Klimatischer Luftkurort“ und es entstanden zwei Badestellen, ein Kurpark sowie Biergärten, Cafés und Hotels.
Wegen der Lage im äußersten Südosten Berlins ist Friedrichshagen bis heute ein sogenanntes „Künstlerdorf“ geblieben. Jeden Sommer öffnen bildende Künstler ihre Ateliers und gewähren Einblicke in ihre Arbeit. Darüber hinaus beherbergt Friedrichshagen eine Vielzahl von Galerien, in denen in wechselnden Ausstellungen Werke von Künstlern aus ganz Europa zu sehen sind. Mittelpunkt von Friedrichshagen ist die Bölschestraße, die zwei Jahrhunderte Baugeschichte repräsentiert. Die für ihre Einkaufsmöglichkeiten und vielfältige Gastronomie bekannte Straße konnte durch Sanierungsmaßnahmen ihren Charakter – einerseits Lebensader und andererseits Flaniermeile – erhalten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Friedrichshagen

Rahnsdorf.

Rahnsdorf wurde als slawisches Fischerdorf zwischen Müggelspree und Müggelsee gegründet. Es wurde 1375 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Im Jahr 1872 brannte das Dorf vollkommen ab und wurde anschließend neu errichtet. In den 1890er Jahren entstand der Ausbau von Hessenwinkel zur Villenkolonie; es wurde 1891 zu Rahnsdorf eingemeindet. Die lagunenartige Wassersportkolonie Neu-Venedig an der Müggelspree wurde 1926 angelegt und hat sich bis heute zur Wohn- und Wochenendsiedlung entwickelt.

Die Dorfkirche steht auf dem höchsten Punkt des auf einer Düne liegenden Angers des früheren selbstständigen Dorfes. Auf einer Handskizze von etwa 1650 ist erstmals eine Kirche eingezeichnet. Die Dorfkirche wurde beim Dorfbrand von 1872 vernichtet. Eine neue, die heutige Kirche konnte erst am 11. Juni 1888 eingeweiht werden.

Für eine Fahrt von Friedrichshagen nach Rahnsdorf sehr zu empfehlen ist die Straßenbahnlinie 61.
Es geht den Fürstenwalder Damm entlang zunächst durch ein Wohngebiet, dann durch Trinkwasserschutzgebiet und Wald am Luft- und Strandbad Müggelsee vorbei zur Waldschänke am Ortsrand von Rahnsdorf.
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Rahnsdorf

Grünau.

Zwischen 1747 und 1753 wurden auf Weisung von Friedrich II., dem „Alten Fritz“, Kolonistendörfer mit den späteren Namen Müggelheim, Friedrichshagen und Grünau gegründet. Der Ort bekam von den ersten Pfälzer Kolonisten zunächst 1754 den Namen Grüne Aue und die Einwohner mussten dem Amt in Köpenick ihren Erbzins entrichten. Durch die unzureichende Sonnenwärme und dem wenig fruchtbaren märkischen Sand scheiterte die Absicht, die heimische Weinkultur hier weiterzubetreiben. Der Ort blieb lange Zeit dünn besiedelt. Noch im Jahre 1800 zählte er nur 59 Einwohner. Nach und nach siedelten sich hier der Bootsbau und das Wäschereigewerbe an. Mit der Entwicklung des Wassersports wuchs zugleich der Strom der Ausflügler, was zum Bau zahlreicher Gaststätten sowie Bootshäuser innerhalb der Uferzonen führte. Von der reizvollen Lage und den niedrigen Bodenpreisen angetan, ließen sich dann auch Wohlstandsbürger der wilhelminischen Ära in Grünau nieder. Daher befinden sich noch heute im Ortsteil zahlreiche Villen und Landhäuser an den Ufern der Dahme. Im Jahr 1900 hatte Grünau bereits 25.000 Einwohner. Anlässlich der Olympischen Spiele 1936 wurden hier die Ruder- und Kanuwettbewerbe ausgetragen. Die Regattestrecke Grünau wird auch noch Heute für Wettbewerbe genutzt.    http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Gr%C3%BCnau

Müggelheim.

Müggelheim liegt im Stadtforst südlich des Müggelsees und östlich der Müggelberge. Nahe dem Dorfkern befindet sich das nördliche Ende der Großen Krampe. Im Nordosten Müggelheims befindet sich der See Krumme Laake.

Müggelheim wurde 1747 von zwanzig Familien aus Odernheim im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken gegründet; die Siedlungsgeschichte hat große Ähnlichkeit mit der vom benachbarten Friedrichshagen. Unterstützte wurde die Ansiedelung der Auswanderer durch einige Privilegien. Dennoch haben sich die Siedler durch jahrelange härteste Rodungs- und Kultivierungsarbeiten auf den kargen Sandböden erst einmal eine Existenz schaffen müssen. 1920 erfolgte die Eingemeindung nach Groß-Berlin als mit Abstand kleinste Landgemeinde mit 186 Einwohnern. Bald danach haben sich hier zahlreiche Berliner in der ruhigen Wald- oder Seelage ein Eigenheim- oder Wochenendhäuschen errichtet. Hinzu kam während des Zweiten Weltkrieges der Bau von Behelfsheimen für die ausgebombten Großstädter. 1955 besaß Müggelheim schon fast 5000 Einwohner. http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-M%C3%BCggelheim

Schmöckwitz.

Schmöckwitz ist der südlichste Ortsteil Berlins. Das Siedlungsgebiet liegt zwischen Wäldern und Seen. Die alte Ortschaft Schmöckwitz liegt am Zusammenfluss mehrerer Seen, nur erreichbar vom nördlicheren Grünau über die längste Straße Berlins – das Adlergestell – das über die Schmöckwitzer Brücke ins östlichere Schmöckwitzwerder bis zur Wernsdorfer Brücke weiterführt, sowie mit der Straßenbahnlinie 68 von Grünau, die am Ufer der Dahm an Karolinenhof vorbei nach Alt-Schmöckwitz weiterführt.
Im Jahr 1375 wurde Schmöckwitz erstmals urkundlich als Smekewitz erwähnt. Es wurden 15 Häuser genannt. 1785 wurde Karolinenhof gegründet. 1895 gründete dann der Berliner Bankier Albert Schappach die Terraingesellschaft Carolinenhof und legte dort eine Villenkolonie an. Ab 1919 entstand die Siedlung Schmöckwitz am nördlichen Rand von Eichwalde; hier wurden in erster Linie an heimkehrende Frontsoldaten des Ersten Weltkriegs Acker- und Wohnflächen verteilt.

Die evangelische Dorfkirche Schmöckwitz steht am nordöstlichen Rand des Rundlings Alt-Schmöckwitz auf einer Düne im heutigen Ortsteil Schmöckwitz. Sie wurde 1799 von Maurermeister Abraham Bocksfeld ohne besonderen Entwurf im Architekturstil des Klassizismus nach dem Vorbild der in Brandenburg-Preußen üblichen Predigtkirchen errichtet und ist eine der über 50 Dorfkirchen in Berlin. Der Anger mit Kirchplatz und Dorfkirche steht unter Denkmalschutz.

Am 15. August 1912 wurde der Betrieb der 18 km langen "Schmöckwitz-Grünauer Uferbahn" genehmigt. Auf dieser wohl landschaftlich schönsten Strecke der BVG fährt heute die Straßenbahnlinie 68, die die Fahrgäste vom Bahnhof Köpenick über Grünau bis nach Schmöckwitz bringt.  http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Schm%C3%B6ckwitz

hf – 4/2014

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