Spandau

Spandau ist der fünfte Verwaltungsbezirk von Berlin und hat rund 220.000 Einwohner. Er wurde 1920 aus dem ehemaligen Stadtkreis Spandau und mehreren umliegenden Gemeinden und Gutsbezirken gebildet. Die Schreibweise des Namens wurde im Jahr 1878 von Spandow in Spandau geändert. Am 1. April 1887 schied die Stadt aus dem Landkreis Osthavelland aus und wurde ein Stadtkreis. Der Bezirk Spandau ist mit seinen Ver- und Entsorgungseinrichtungen wie dem Kraftwerk Reuter, dem Müllverbrennungs- und Klärwerk Ruhleben sowie zahlreichen Produktionsstätten (wie Siemens, Osram, BMW-Motorräder) ein bedeutender Wirtschaftsstandort für Berlin. Gleichzeitig besitzt der Bezirk auch große Wald- und Wasserflächen, die als Ausflugsgebiet genutzt werden. Der Bezirk ist gegliedert in 9 Ortsteile. http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bezirk_Spandau

Spandau.

Der Ortsteil Spandau mit den angrenzenden Wohngebieten kann so auf eine nahezu eigenständige städtische Infrastruktur zurückgreifen. Das kulturelle Zentrum Spandaus ist die Altstadt, von deren alter Bausubstanz allerdings aufgrund der Kriegsereignisse des Zweiten Weltkriegs sowie einer radikalen Sanierung in den 1950er Jahren wenig erhalten geblieben ist.
Im 19. Jahrhundert wurde in Spandau die Rüstungsindustrie massiv ausgebaut. Im Ersten Weltkrieg wurde diese Industrie noch mehr erweitert, sodass zum Ende des Krieges Spandau ein bedeutendes Rüstungszentrum des Deutschen Reichs geworden war. Ab 1897 siedelte die Firma Siemens & Halske wichtige Industrieanlagen im Nordosten Spandaus an. Später wuchs daraus ein eigener Ortsteil: Siemensstadt im Bezirk Spandau.
Tiefwerder bezeichnet eine Ortslage und einen Werder der Havel im Bezirk Spandau. Am Faulen See befand sich bis in das 13. Jahrhundert eine frühslawische Siedlung. Das Dorf Tiefwerder entstand 1815 als Kolonistendorf, als Nachfahren der Spandauer Kietz-Fischer auf den Werder umgesiedelt wurden. Ein großer Teil der historischen Häuser entlang der Dorfstraße ist erhalten und steht als Gesamtensemble Kolonistensiedlung Tiefwerder unter Denkmalschutz. http://de.wikipedia.org/wiki/Tiefwerder
Das Rathaus Spandau wurde von den Architekten Heinrich Reinhardt und Georg Süßenguth entworfen und zwischen 1910 und 1913 erbaut. Der rechteckige Bau besitzt drei symmetrische Höfe und wird von einem hohen Mansarddach überwölbt. Die Fassadengestaltung weist teilweise barocke Formen auf, die auch im Inneren des Gebäudes, insbesondere im Treppenhaus, aufgegriffen werden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rathaus_Spandau
Die St.-Nikolai-Kirche im Berliner Ortsteil Spandau ist eine dreischiffige gotische Hallenkirche.

Erbaut wurde sie im 14. Jahrhundert an der Stelle einer um 1240 als „ecclesia forensis“ (Marktkirche) erstmals urkundlich erwähnten Vorgängerkirche. Zusammen mit der Nikolaikirche in Berlin-Mitte ist sie eines der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Gotteshäuser aus den Ursprüngen der Stadt Berlin. http://de.wikipedia.org/wiki/St.-Nikolai-Kirche_%28Spandau%29
St. Marien am Behnitz ist die zweitälteste katholische Kirche im Großraum Berlin (nach der Sankt-Hedwigs-Kathedrale). Sie gehört zum Ortsteil Spandau, wurde im Auftrag und auf Kosten privater Besitzer in den Jahren 2002/2003 aufwendig restauriert und steht unter Denkmalschutz.   http://de.wikipedia.org/wiki/St._Marien_am_Behnitzhttp://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Spandau

Haselhorst.

In Haselhorst befindet sich einer der wichtigsten und bekanntesten touristischen Anlaufpunkte des Bezirks Spandau und der Stadt Berlin: die Zitadelle Spandau. In Haselhorst befanden sich bis 1919 unter anderem eine Konservenfabrik, ein Pulvermagazin und ein Exerzierplatz der Preußischen Armee. In der Königlichen Konservenfabrik mussten die zum Wehrdienst eingezogenen Schlachtergesellen in den Herbst- und Wintermonaten alljährlich mehr als 3000 Ochsen schlachten und zu „Rindfleisch im eigenen Saft“ für die Armee verarbeiten. Heute herrscht im südlichen Bereich des Ortsteils eine industrielle Infrastruktur vor, vertreten unter anderem durch BMW und Wall. Auf der Spreehalbinsel Sophienwerder befindet sich der Außenbezirk Spandau des Wasser- und Schifffahrtsamtes Berlin, das von hier aus unter anderem den Westhafen verwaltet.
Die Zitadelle Spandau ist eine der bedeutendsten und besterhaltenen Festungen der Hochrenaissance in Europa. Das in den Jahren 1559 bis 1594 an Stelle einer mittelalterlichen Burg errichtete Festungsbauwerk liegt nord-östlich der Spandauer Altstadt am gegenüberliegenden Havelufer. Bautechnisch entsprach die Zitadelle der damaligen Idealvorstellung. Die symmetrisch aufgebaute Festung besitzt vier Bastionen, die durch Kurtinen verbunden sind. Das Kurtinen-Viereck besitzt eine Kantenlänge von 208 × 195 Metern. Durch die Anordnung der Bastionen gab es keine toten Winkel, in denen sich Angreifer hätten verstecken können. Die Zitadelle diente immer wieder als Gefängnis für preußische Staatsgefangene. Gelegentlich wird die Spandauer Zitadelle in den Medien als Gefängnis von Albert Speer und Rudolf Heß genannt, hierbei handelt es sich jedoch um einen verbreiteten Irrtum. Wie andere verurteilte Nationalsozialisten waren beide nicht in der Zitadelle, sondern im Kriegsverbrechergefängnis Spandau, Ortsteil Wilhelmstadt, inhaftiert. Die Zitadelle wurde mehrmals als Kulisse für Filmaufnahmen genutzt. Der Turm der Zitadelle, der Juliusturm, eines der Wahrzeichen Spandaus, ist 30 Meter hoch. Auf seine Spitze führt die berühmte Wendeltreppe, die 1964 nach dem Vorbild der neugotischen Treppe von 1843 rekonstruiert wurde. Wenn man die 145 Stufen erklommen hat, bietet sich ein Rundblick über Spandau und Umgebung, bis nach Tegel, zur Berliner Innenstadt und zum Grunewald.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zitadelle_Spandau#20._Jahrhundert
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Haselhorst

Siemensstadt.

Der Ortsteil Siemensstadt entstand durch die Ansiedelung von Siemens-Werken und den dazugebauten modernen Werkssiedlungen auf den Nonnenwiesen. Der Ortsteil ist auch heute von weitläufigen Industrie- und Werksanlagen und durchgrünten Wohnsiedlungen geprägt. Die derzeit angesiedelten Unternehmen gehören jedoch nicht mehr ausschließlich zur Siemens AG. Im Jahre 1912 waren in diesen Betreiben mehr als 20.000 Menschen beschäftigt. Im Juni 2008 hatte die Siemensstadt 11.388 Einwohner, damit ist der relativ dünn besiedelte Ortsteil bevölkerungsmäßig mit einer deutschen Kleinstadt vergleichbar. http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Siemensstadt

Staaken.

Während der historische Teil Staakens um das alte Dorf, der Norden und der Süden, überwiegend durch Einfamilienhaussiedlungen sowie die Gartenstadt Staaken geprägt sind, bestehen der östliche Teil und Neu-Staaken vorherrschend aus Großsiedlungen, die seit Ende der 1950er bis in die 1970er Jahre in mehreren Bauabschnitten entstanden sind.
Die Gartenstadt Staaken ist eine Siedlung, die zwischen 1914 und 1917 nach dem Entwurf des Architekten Paul Schmitthenner erbaut wurde. Sie gilt wegen der Anlage der Straßen und Plätze, des intelligenten Umgangs mit Haustypen und Varianten und nicht zuletzt wegen ihrer kaum zu überschätzenden Vorbildwirkung auf die Berliner Siedlungen der 1920er Jahre als eine der bedeutendsten städtebaulichen Leistungen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Die Gartenstadt Staaken wurde mit 1000 Wohnungen und einer Zahl von öffentlichen Gebäuden für 5000 Einwohner geplant. Im Gegensatz zu den meisten anderen Projekten dieser Art und Größenordnung wurde sie innerhalb von nur vier Jahren nach der ursprünglichen Planung fast vollständig fertiggestellt.
Bullengraben/Lindenufer mit Spiel- und Sportplätzen, Erholungsflächen, Brücken, Stegen und einem Weg an, der bis zum Elsflether Weg geht. Der rund vier Meter breite und mit glattem Asphalt belegte Weg steht Fußgängern, Radfahrern und Skatern zur Verfügung. Im letzten Teilstück bezieht der Grünzug den Burgwallgraben und eine rund 100 Meter lange Promenade an der Havel ein. Zudem wurden im Grünzug liegende Biotope wie das Stieglakebecken und Wiesenbecken sowie zuführende Gräben wie der Egelpfuhlgraben renaturiert. http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Staaken

Gatow.

Gatow ist einer der am geringsten bevölkerten Ortsteile von Berlin mit 4.055 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2013). Gatow wird auch als „Dorf in der Großstadt“ beschrieben, es hat sich den ländlichen Charme eines Straßendorfs erhalten. Das ist vor allem auf die landwirtschaftlich genutzten Felder und die Art der Bebauung zurückzuführen. So gibt es viele Einfamilienhäuser mit Gärten und einige wenige Mehrfamilienwohnhäuser. Der Ort wird von einer Seite von der Havel begrenzt. Gatow gehörte vor dem Mauerfall zum britischen Sektor von West-Berlin. Die britische Besatzungsmacht betrieb dort den 1935 errichteten Flugplatz Gatow als Militärflugplatz. Um dessen Gleichwertigkeit mit den Flughäfen Tegel (französische Besatzungszone) und Tempelhof (amerikanische Besatzungszone) zu betonen, achteten die Briten darauf, dass Königin Elisabeth II. in Gatow landete und wieder startete, wenn sie West-Berlin besuchte. Am 30. Juni 1994 wurde der Flugbetrieb eingestellt. 1969 wurde auch ein Golfplatz angelegt und The British Golf Club Gatow gegründet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Gatow

Kladow.

Kladow [ˈklaːdoː] der Name wird vom slawischen Wort ‚kloda‘ (= Baumstamm) hergeleitet. Mit rund 14.000 Einwohnern gehört Kladow zu den Teilen Berlins, die ihren dörflichen Charakter erhalten haben. Nahe dem Ortskern liegt die Uferpromenade, der die unbewohnte Insel Imchen vorgelagert ist. Im 19. Jahrhundert begann der Zuzug städtischer Bevölkerung. Heute zeigt sich Kladow als Dorf in der Millionenstadt. Die Fährlinie F10 der BVG pendelt stündlich zwischen Kladow und Wannsee, im VBB-Tarifverbund. Für Ausflugsfahrten bei Einheimischen und Touristen sehr beliebt und viel genutzt.  An der Uferpromenade Reihen sich wie Perlen auf der Schnur Gasthäuser und Kaffees auf.
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Kladow

Hakenfelde.

Der Name Hakenfelde ist abgeleitet von einer 1730 am Stadtrand von Spandau erbauten Meierei, die nach ihrem Erbauer und Besitzer, dem Kaufmann Johann Ludwig Haake (auch: Haacke), genannt wurde. Nahezu zwei Drittel des Ortsteils Hakenfelde macht der Spandauer Forst aus, der sich mit Wildgehege, weitläufigen Spazier- und Radwegen (wie der Berliner Mauerweg, der Radweg Berlin–Kopenhagen und der Havelradweg) als ein viel besuchtes Naherholungsgebiet erweist. Mit seinen beiden Forstrevieren Hakenfelde und Radeland reicht er vom Westufer der Havel bis zum Stadtrand im Norden und Westen. Die Naturschutzgebiete Teufelsbruch, Großer und Kleiner Rohrpfuhl, die Kuhlake mit den Versickerungsteichen und die breiten, offenen Wiesen (im Nordwesten) machen den Spandauer Forst zu einem der schönsten Berliner Waldgebiete. Von 120 der in Berlin vorkommenden Vogelarten leben hier rund 90 und machen ihn zu einem bedeutenden Vogelschutzgebiet. Im nordwestlichsten Zipfel von Hakenfelde liegt Eiskeller. Es ist eine besondere Kälteregion, die Überlieferungen zufolge in früherer Zeit als Lagerungsort von Eis aus dem nahe gelegenen Falkenhagener See (heute im Stadtgebiet von Falkensee) gedient haben soll. Derzeit gibt dort eine Wettermessstation meteorologische Daten an.
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Hakenfelde

Falkenhagener Feld.

Das Falkenhagener Feld ist ein Ortsteil, der als städtische Großsiedlung erst Ende des 20. Jahrhunderts entstand. Das Falkenhagener Feld war ursprünglich ein durch Schrebergärten und Landwirtschaft genutztes Areal und schließt sich westlich der Spandauer Altstadt an. Bedingt durch Wohnungsmangel im damaligen West-Berlin wurde 1962 begonnen, hier eine Großsiedlung zu errichten. Die letzten Bauten wurden erst in den 1990er Jahren fertiggestellt. In jüngster Zeit verschärfen sich die sozialen Probleme des Falkenhagener Feldes, das auch als Zuzugsort von Migranten türkischer und russischer Herkunft bevorzugt wird. Ein Quartiersmanagement ist vom Bezirk inzwischen in die Wege geleitet worden, um das soziale Umkippen zu verhindern.  http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Falkenhagener_Feld

Wilhelmstadt.

Die Wilhelmstadt ist ein Ortsteil im Bezirk Spandau, dessen Namen sich von Kaiser Wilhelm I. ableitet. Anlässlich des 100. Geburtstags des Kaisers wurde der Ortsteil 1897 umbenannt von zuvor Potsdamer Vorstadt auf seinen heutigen Namen. Neben der geschlossenen Mietshausbebauung der historischen Wilhelmstadt (nördlich der Heerstraße) und den überwiegend mit Einfamilienhäusern bebauten Bereichen zwischen Heerstraße und Weinmeisterhornweg gehören auch die Ortslagen Pichelsdorf, Pichelswerder und Tiefwerder (ohne Südhafen und Wohnbereich an der Dorfstraße) zu diesem Spandauer Ortsteil. Internationale Bekanntheit erlangte der Ortsteil ab 1947 durch die Inhaftierung der Kriegsverbrecher des Dritten Reichs im Spandauer Kriegsverbrechergefängnis. Das Gefängnis lag am südwestlichen Rand der Wilhelmstadt und war dem Alliierten Kontrollrat unterstellt, wobei die Bewachung der Häftlinge im Monatswechsel durch die ehemaligen Alliierten erfolgte. 1987, nach dem Suizid des letzten und jahrelang einzigen Gefangenen, Rudolf Heß, wurde das Gefängnis umgehend abgerissen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Wilhelmstadt

hf-4/2014.

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