Die Altersversorgung in der Schweiz

Die Alterversorgung in der Schweiz ruht auf drei Säulen und kombiniert Umlageverfahren und Kapitaldeckung Es gibt die AHV (Alters- und Hinterbliebenenversicherung), es gibt  Pensionskassen und es gibt einer freiwillige steuerbegünstigte  Zusatzvorsorge. Die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft sieht vor, dass die Leistungen der 1. Säule den Existenzbedarf decken und die der 2. Säule die Fortführung der gewohnten Lebenshaltung angemessen ermöglichen soll. Die dritte Säule ist ein zum Teil steuerlich begünstigtes freiwilliges Sparen.


HVA – eine Rente für alle


Die AHV  ist für die Bewohner der Schweiz obligatorisch und bietet eine Mini¬malrente. Sie ist eine staatliche Alters- und Hinterlassenenversicherung, gekoppelt mit einer  Invalidenversicherung. Sie ist eine echte Volksversicherung, da im Gegensatz zur deutschen Rentenversicherung auch Beamte, Selbstständige und Politiker in dem System versichert sind. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen je zur Hälfte insgesamt 9,8 Prozent vom Arbeitsentgelt. Es gibt keine Beitragsbemessungsgrenze.


Die öffentliche Hand (Bund und Kantone) beteiligt sich bei der Finanzierung der 1. Säule mit 20 Prozent der jährlichen Ausgaben.


Die Altersrente beginnt für Männer nach Vollendung des 65., für Frauen ab 64. Eine Erhöhung des Rentenalters für Männer auf 67 Jahre und für Frauen auf 65 Jahre wird diskutiert.


Die Vollrente beträgt monatlich 1.005 SFr  (Mindestrente) und beitragsabhängig bis monatlich 2.010 SFr (Höchstrente). Die Renten eines Ehepaares dürfen 150 Prozent  des Höchstbetrages, also monatlich 3.015 SFr, nicht übersteigen. (Stand 1999)


In der Regel erfolgt alle 2 Jahre eine Anpassung der Renten an die Lohn und Preisentwicklung. Allein mit der HVA-Rente kann man in der Schweiz nicht überleben. Das Existenzminimum liegt bei knapp 3000 Franken.


Die Pensionskassen


Als "berufliche Vorsorge" ( BVG) werden die Pensionskassen bezeichnet. Sie sollen im Alter einen gewissen Lebensstandard sichern. Beitragspflicht haben Arbeitnehmer mit einem Entghelt zwischen 24.120 und 72.360 SFr. im Jahr. Die Pensionskassen können jedoch auch Arbeitnehmer mit Einkommen außerhalb der genannten Grenzen berücksichtigen. Nichterwerbstätige zahlen vermögensabhängig mindestens 390 bis maximal 10.100 SFr pro Jahr.
Die Beiträge sind je nach Risoko und Altersgruppen unterschiedlich, betragen aber mindestens 3.015 SFr im Jahr. Der Arbeitgeber hat mindestens die Hälfte der Beiträge zu übernehmen.
Für die 2. Säule (BVG) gilt das Kapitaldeckungsverfahren, d.h. die Beiträge werden auf individuellen Konten der Arbeitnehmer gesammelt und mit gesetzlich vorgeschriebenen mindestens 4 Prozent verzinst. Hier gibt es keinen Staatszuschuss.


Männer erhalten nach Vollendung des 65., Frauen nach Vollendung des 64. Lebensjahres eine Altersrente in Höhe von derzeit pro Jahr 7,2 Prozent des angesammelten Altersguthabens einschließlich Zinsen.
Bis spätestens 3 Jahre vor Rentenbeginn kann die Auszahlung des Altersguthabens, anstelle einer Rentenzahlung, beantragt werden.


3. Säule: Sparen


Die Erträge der dritten Säule sind Einkommens-, Verrechnungs- und Vermögenssteuerfrei. Sparen kann man bei einer Bank oder einer Versicherung.

wp ((Quellen: faz.net, ch.ch, adg-ev.de, justlanded.com)

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