Die Streitkräfte Polens

Die Polnischen Streitkräfte (polnisch: Siły Zbrojne Rzeczypospolitej Polskiej, inoffiziell: Wojsko Polskie) sind seit August 2010 eine reine Berufsarmee, nachdem seit 1997 die Regierung ein umfassendes Modernisierungsprogramm eingeleitet hatte. Zum ersten Mal dürfen auch Frauen ins Militär. Vorgesehen sind 120.000 Berufssoldaten. Das Militärbudget beläuft sich auf etwa von 7.5 Mrd. Euro.

Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist der Präsident Polens.  De facto übt aber der Verteidigungsminister die  Kommandogewalt aus.

2009 hatte die polnische Armee im Heer 100.000 Soldaten, bei der Marine 14.000 und bei der Luftwaffe 25.000 Soldaten. Die Luftwaffe hat 149 Kampfflugzeuge. Die Marine besteht aus 5 U-Booten, 2 Fregatten, 2 Korvetten und 40 Patrouillenbooten.

Neben den regulären Streitkräften gibt es paramilitärische Einheiten wie etwa die Grenztruppen oder die Militärpolizei.

Vom Warschauer Pakt zur NATO

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Polen Mitglied des  Warschauer Paktes. Ab 1960 besaß Polen in diesem Zusammenhang auch 200 Atomwaffen und 70 Startvorrichtungen, die von der Sowjetunion übergeben worden waren. Ende der 1960er-Jahre wurden die Waffen an die Sowjetunion zurückgegeben und die UdSSR stationierte ihre eigenen Atomwaffen in Polen. Nach Auflösung des Warschauer Paktes wurden die in Polen stationierten sowjetischen Truppen abgezogen. Seit 1999 ist Polen Mitglied der NATO.

Die polnische Armee ist und war an einer Reihe von Auslandseinsätzen beteiligt: Irakkrieg, Afghanistan, Kosovo, Bosnien.

Litauen, Polen und die Ukraine haben vor, eine gemeinsame Truppe – eine litauisch-polnisch-ukrainische Brigade (LitPolUkrBrig) – aufzustellen.

Der 15. August ist als Tag der Polnischen Armee ein Nationalfeiertag in Polen.
Dorothee/wp (Quellen: Wikipedia, zw.wp.mil.pl/pl, SPIEGEL, baltische-rundschau.eu)

 

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