Die polnische Küche

Die traditionelle polnische Küche spiegelt zahlreiche Einflüsse wider. Eine Schlüsselrolle spielen dabei die geografischen und klimatischen Bedingungen des Landes, dessen Religion und Geschichte.

Die Grundlage vieler Speisen sind vor allem verschiedene Getreidesorten und Kartoffeln. Beliebt sind auch das winterfeste Wurzelgemüse und verschiedene Kohlarten, die das raue Klima überstehen. In dem Land mit kalten Wintern werden auch viel Fleisch sowie heiße Suppen und Eintöpfe gern gegessen.

Viele kulinarische Besonderheiten sind in der katholischen Religion verwurzelt. So schreibt der religiöse Kalender bestimmte Fastenzeiten und Festtage mit traditionell festgelegter Auswahl an Gerichten vor.

Das Nationalgericht der Polen heißt Bigos – ein Eintopf aus Sauerkraut, Fleischstücken, Zwiebeln und Pilzen. Und wie bei vielen Gerichten dieses Landes darf auch hier die fruchtige Süße - in Form von Äpfeln - nicht fehlen. Ebenso wie bei der Kaninchenterrine mit Preiselbeeren, beim Schweinebraten mit Pflaumen oder bei der Ente mit Apfelfüllung.

Neben traditionell einfachen Gerichten wie Kohlrouladen oder Weißkohlsuppe sind auch Mehlspeisen sehr beliebt: Am bekanntesten sind Piroggen - Teigtaschen, die wahlweise süß mit Topfen oder herzhaft mit Pilzen, Sauerkraut oder Faschiertem gefüllt werden.

Vor allem auf die sich häufig verschiebenden Grenzen ist es zurückzuführen, dass man unter den landestypischen Speisen den russischen Borschtsch, die böhmischen Buchteln oder den deftigen deutschen Kohleintopf findet. Erkennbar ist auch immer noch der Einfluss der jüdischen Küche, besonders in der Art der Zubereitung kalter Platten mit Fisch in Aspik.

Polen gilt als das Mutterland des Wodkas – und der darf natürlich spätestens zum Abschluss eines Essens nicht fehlen. Hochprozentige Spezialitäten sind der gelbliche Büffelgraswodka und das „Danziger Goldwasser“, ein Kräuterlikör, der 22-karätiges Gold enthält.

(Quellen: Barbara Woyno, polish-online.com, wikipedia)

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