Die Staufer und Italien
Unser Museumsbesuch in Mannheim

Am Dienstag, 04.01.11 besuchten ViLE-Mitglieder und weitere Museumsfreunde im Seniorenalter – insgesamt über zwanzig an der Zahl – die Reiss-Engelhorn Museen in Mannheim.
Eine Führung um 13 Uhr ermöglichte es, auch aus weiterer Entfernung mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Wartende vor den Kassen belegen das Interesse an dieser Ausstellung. Doch als angemeldete Gruppe ist man von den Wartezeiten ausgenommen. „Die Staufer und Italien“ wird noch bis zum 20.02.11 gezeigt.
Mit dem Staufermythos, der am Eingang thematisiert wird, knüpft man an die Wirkungsgeschichte an. Anschließend werden wie auf der gut gestalteten Homepage die Herrscherpersönlichkeiten mit ihren Siegeln vorgestellt. Museumstechnik ermöglicht es, in Originalgröße die Grabmale Friedrichs II und Heinrichs VI. auf transparentem Stoff fast schemenhaft abzubilden.
Die weitere Präsentation folgt der räumlichen Gliederung der Regionen: Oberitalien, Süditalien / Sizilien und Rhein Neckar Gebiet. In Oberitalien mussten die Staufer um Machtkonsens mit den Städten ringen. Man denke nur an die Zerstörung Mailands unter Friedrich Barbarossa. Die Steuer- und Abgabenzahlungen dieser prosperierenden Handelsstädte stellten eine wichtige Finanzierungsgrundlage des Reiches dar. Als zeitweiliger Kernbereich nördlich der Alpen wird die Rhein-Neckar-Region mit ihren berühmten Pfalzen: Bad Wimpfen, Gelnhausen und Ingelheim vorgestellt. Ritterliches Leben und Kultur zur Stauferzeit vermittelte der Mainzer Hoftag 1184.
Die Mannheimer Ausstellung bietet mehr als Herrschaftsgeschichte der Staufer. Sie hat die europäischen Bezüge im Blick. Faszinierend ist das Zusammentreffen antiker mit mittelalterlicher Kunst lange vor der Zeit der Renaissance und die Verbindung christlicher und islamischer Motive im künstlerischen Schaffen Süditaliens. Friedrich II , „das Staunen der Welt“ genannt, fand in Sizilien Spuren vor, die ihm Impulse für die Weite seines Denkens lieferten und zur Förderung breit angelegter Wissenschaft veranlassten.

Fragen zu den Staufern

Die Beschäftigung mit der Homepage der Ausstellung http://www.staufer2010.de/wer-war-eigentlich.html. und weitere Recherche ermöglicht es, die folgenden Fragen zu beantworten.

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1. Otto von Freising, der Chronist Friedrich Barbarossas, spricht von drei wichtigen europäischen Flüssen im Stauferreich. Die Donau ist einer davon. Wie heißen die beiden anderen?

2. Der Staufermythos im 19. Jahrhundert wird deutlich in einem Gedicht, dessen erste Strophe lautet:

Der alte Barbarossa,
Der Kaiser Friederich,
Im unterird'schen Schlosse
Hält er verzaubert sich.
Wer hat dieses Gedicht geschrieben?

3. Welcher staufische Herrscher wurde in Bamberg ermordet?

4. Warum wird der Name Heinrichs VII. in Klammer gesetzt?

5. Wie ist es möglich, dass Friedrich II. den Titel „König von Jerusalem“ führte?

6. Die Sage von den Weibern von Weinsberg erzählt, dass die Frauen ihren Auszug aus der belagerten Stadt aushandelten. Dazu durften sie ihr Liebstes, was sie tragen konnten, mitnehmen. Welcher staufische Herrscher war ihr Verhandlungspartner?

Über zugesandte Lösungen würde ich mich freuen. Auch weitere Fragen zur staufischen Zeit sind willkommen. Sie sollten sich kurz beantworten lassen.
Mailadresse: ro-ludwig@web.de.

Viel Spaß beim Raten und Recherchieren
wünscht Roswitha

Hier können Sie den Bericht von Roswitha Ludwig über das letzte Angebot, den gelungenen Besuch der Staufer-Ausstellung in Mannheim, lesen.
Bericht Kristin Ibrahim
Beitrag Ellen-Ingrid Kaarmann

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