Nabucco in Schloss Hellenstein

ViLE-Süd besucht die Opernfestspiele NABUCCOin Heidenheim am 26. Juli 2018

Seit über 50 Jahren wird Schloss Hellenstein im Sommer zur Festspielbühne und bietet mit der mittelalterlichen Ruine des alten Rittersaals die atemberaubende Kulisse für die Opernfestspiele Heidenheim. Zwischen Jahrhunderte alten Mauern, Türmen und Erkern finden Opern und Konzerte auf einer „der schönsten Freilichtbühnen Europas“ (Welt am Sonntag)statt.

Mit 18 Teilnehmer/innen besuchte ViLE-Süd die Opernfestspiele in Heidenheim. Die Karten waren im Februar als Option bis Ende April bestellt worden, und bis dahin waren auch alle Karten vergeben.

Die Teilnehmer/innen aus Ulm und Umgebung, Laupheim und Umgebung, aus Blaubeuren, aus Giengen und Herbrechtingen und sogar aus Steinbach im Taunus trafen sich um 15:00 Uhr in Heidenheim auf einem Parkplatz beim Naturtheater.

Blick auf Schloss Hellenstein vom Naturtheater aus

Gemeinsam begaben wir uns zum „Brunnengärtle“ mit dem „Kindlesbrunnen“ auf Schloss Hellenstein, wo eine Backstage-Führung mit der Stadtführerin, Frau Riemann, begann. Sie informierte über die Oper, über Verdi, über die Darsteller. Wir sahen den Zuschauerraum in der Ruine des ehemaligen Rittersaales von der Bühne aus.

Zuschauerraum von der Bühne aus

Besichtigung der Bühne und Erklärung des Bühnenbildes

Container für die Darsteller, den Maskenbildner, die Kostümbildnerin usw.

die vielen Container, die für die Darsteller, die Maske, die Schneiderin usw. aufgebaut waren, wir betraten die Bühne und konnten von dort aus den Zuschauerraum betrachten, wir sahen den Bereich mit Stehtischen, die für die Pause hergerichtet wurden. Einen solchen Stehtisch konnte man vorher buchen (und bezahlen) und mit Getränken bestücken lassen (was ein Teil von uns auch ausnutzte).

Ausruhen im Schatten auf einem Teil der Schlossmauer – mit einem herrlichen Ausblick über die Stadt Heidenheim

Wegen der Hitze sind wir froh, dass wir kurz einmal sitzen können.

Die Backstage-Führung war eigentlich schon zu Ende und wir fast am Ausgang des Schlosses; Frau Riemann gab noch einige Erklärungen zum Schloss Hellenstein:

Plötzlich kam der Leiter der Maske, Herr Ayhan Hardaldali, mit einer Kiste Utensilien an uns vorbei. Unsere Führerin fragte ihn, ob wir die Maske besuchen dürften. Er stimmte zu, nahm uns mit in seinen Container und berichtete über seine Arbeit vor, während und nach der Vorstellung. Er ist zurzeit auch in Bregenz bei den Seefestspielen aktiv und verfügt über große Erfahrung.

Der Leiter der Maske, Herr Hardaldali, erklärt uns seine Aufgaben

Auch die Schneiderin kam gerade zur Arbeit; sie nahm uns mit in den Ankleide- und Änderungs-Container und in einen zweiten Container, in dem die Schneiderei untergebracht war. So bekamen wir auch hier einen guten Überblick über die Arbeiten vor und während der Vorstellung.

Frau Riemann ging am Ende der Führung noch kurz auf Heidenheim und auf das Schloss Hellenstein ein, nachdem einigen der Teilnehmer/innen beides nicht bekannt war. Über Heidenheim habe ich schon im Februar 2018 anlässlich einer Stadtbesichtigung dort nach dem Besuch der Ausstellung „Chagall. Bilder zur Bibel“ berichtet (siehewww.vile-netzwerk.deunter Kultur).

Details zum Schloss Hellenstein finden Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Hellenstein.

Nun ging es zur Schlosswirtschaft, wo auf einer schattigen Terrasse Tische für uns reserviert waren. Nach einem gemütlichen Abendessen begaben wir uns wieder zum Schloss. Schließlich wollten wir uns noch die Einführung zur Oper in der Vogtei anhören.

Burgvogtei und Marstall

Das war auch wichtig, nachdem die Handlung in die Jetzt-Zeit versetzt worden war. Es ging um Israeliten (anstelle der Hebräer) und Palästinenser (anstelle der Babylonier).

Die Handlung der Oper ist unterhttps://www.8ung.info/4463/inhalt-handlung-nabucco-oper-musik-verdinachzulesen.

Wir betraten nun die Ruine des Rittersaales; fast alle Zuschauer hatten sich schon versammelt.

Blick auf die Bühne kurz vor Beginn der Vorstellung

Das Wetter war herrlich, der Himmel blau, die Sonne schien. Die Oper war in italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln. In der Pause trafen wir uns (fast) alle bei einem der vorher gebuchten Stehtische, auf dem unsere Getränke schon warteten.

Ein Teil unserer Gruppe während der Pause im Brunnengärtle rund um den „Kindlesbrunnen“

Gegen 21:30 h erschien der Vollmond am Himmel – der das großartige Erlebnis noch unterstrich.

Ende der Vorstellung – Verbeugungen

Ich habe inzwischen wieder ein Karten-Kontingent in Option für die Opernfestspiele in Heidenheim für das nächste Jahr reserviert. Es wird Picque Dame gegeben. Die Anreise wird wieder in privaten PKW’s erfolgen. Die Anmeldezeit hat schon begonnen; es wird der 25. Juli 2019 sein. Die Ausschreibung erfolgt erst im Januar 2019.

Beate Braun

15.09.2018

Fotos: 1 bis 8: Simone Guther

9 und 10: Brigitte Dzimbowski

 

 

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