Große Manet-Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle

Als eine Ausstellung der Superlative präsentiert die Kunsthalle Hamburg die Werke des Malers Édouard Manet. Nur einen Monat nach der Wiedereröffnung des Hauses, das für rund 22 Millionen umgebaut und modernisiert worden war, zeigt es eine ambitionierte Schau mit über 60 Werken des Künstlers, darunter zahlreiche seiner Hauptwerke.


Der Balkon, © Kunsthalle Hamburg

Manet – Sehen. Der Blick der Moderne“  titelt das Museum die Ausstellung. Édouard Manet (1832–1883) sei einer der bedeutendsten Wegbereiter der modernen Malerei. Das Thema der Ausstellung, Manets Blicke, zeige sein Werk in einer neuen Perspektive. In Paris waren seine Ausstellungen Publikumsmagneten, lösten aber auch  Proteststürme aus. Sein Trick sei es gewesen, dass er die Figuren ganz vorne im Bild auf einer schmalen Bühne zeigte und den Bildraum "hinten immer zumalte", erklärte Kunsthallendirektor Hubertus Gaßner im Deutschlandradio Kultur. So habe Manet beim Betrachter den Effekt erreicht, dass das Bild gleichsam auf ihn zukomme:


Frühstück im Atelier, © Kunsthalle Hamburg

 Die Ausstellung enthält zahlreiche berühmte Manet-Werke, die nach sechsjährigen Vorbereitungen aus internationalen Museen als Leihgaben nach Hamburg kamen. So wird die einmalige Gelegenheit geboten, den ganzen Manet vom Frühwerk bis zum Spätwerk zu sehen – eine Chance, die es nach Angaben der Kunsthalle in Deutschland seit Jahrzehnten nicht gegeben hat.


Im Wintergarten, © Kunsthalle Hamburg

Die Ausstellung läuft bis zum 4. September. Der Katalog zum Preis von 24 Euro kann online unter www.freunde-der-kunsthalle.de bestellt werden.

Horst (30.05.2016)

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