Expressionismus-Ausstellung „Die Brücke“ in Baden-Baden im Museum Frieder Burda

Expressionismus-Ausstellung „Die Brücke“ in Baden-Baden im Museum Frieder Burda

Das Kulturtablett von ViLE-Süd schloss sich mit 33 Teilnehmer*innen von ViLE-Süd und Gästen einer vom Busunternehmen Baumeister-Knese für den 20.02.2019 ausgeschriebenen Reise zur Expressionismusausstellung „Die Brücke“ im Frieder-Burda-Museum in Baden-Baden an. Bei Baumeister-Knese selbst gab es nur 10 Anmeldungen.

Die Ausstellung wurde mit folgender Beschreibung beworben:

Die farbenfrohen Werke des deutschen Expressionismus sind ein Schwerpunkt der Sammlung Frieder Burda. Daher wird nun der einflussreichen Künstlervereinigung eine eigene Schau gewidmet. Mit rund 120 Werken, darunter 50 hochkarätige Gemälde, vermittelt die Ausstellung einen Einblick in das Werk von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein und Emil Nolde. Mit der 1905 gegründeten „Brücke“ begann in Deutschland der Aufbruch zur Moderne. Die Stilrichtung, die sich gegen die traditionelle Malerei und alles Akademische auflehnte, wurde schon bald Expressionismus genannt. Die Ausstellung ist konzentriert auf die Jahre von der Gründung 1905 bis 1914, dem Jahr nach der Auflösung der Gruppe und der Beendigung der Phase des Klassischen Expressionismus durch den Ausbruch des Ernsten Weltkriegs. Gezeigt werden neben vielen Leihgaben aus dem Brücke-Museum Berlin auch Werke der eigenen Sammlung, weiterer deutscher und internationaler Museen sowie aus Privatbesitz.

Um 11 Uhr erreichten wir das Museum und begannen in 2 Gruppen die 1-stündige Führung durch die Ausstellung.

Frieder-Burda-Museum, Baden-Baden

Es war erlaubt zu fotografieren, deshalb können wir einige schöne Beispiele der Brücke zeigen.

Ernst Ludwig Kirchner

Liegender blauer Akt mit Strohhut, 1909

Mit diesem Bild wird die Ausstellung beworben; es ist auf der Eintrittskarte und auf dem Flyer zur Ausstellung zu sehen.

Erich Heckel

Junger Mann und Mädchen, 1909

Emil Nolde

Friesenhäuser, 1910

Bei der Führung im Frieder Burda Museum

Max Pechstein:

Tanz, 1905

Interessant war ein Bild, das Ernst Ludwig Kirchner auf beiden Seiten bemalt hatte. Für dieses Bild war ein Durchbruch in der Wand ausgesucht worden, so dass wir beide Seiten betrachten konnten. Es handelte sich um die beiden nachfolgenden Bilder:

Ernst Ludwig Kirchner:

Weiblicher Akt im Badezuber, 1912 (1. Seite)

Ernst Ludwig Kirchner

Weiblicher Akt lesend, 1909,(2. Seite, gedreht um 90°)

Am Schluss hatten wir noch die Gelegenheit, das Bild von Banksy anzuschauen, das im Frieder Burda Museum der Öffentlichkeit kostenlos präsentiert wird.

Das Banksy-Werk „Love is in the bin“ ist das Ergebnis einer medienwirksamen Kunstaktion: Es entstand, nachdem eine Sammlerin das Bild „Girl with Balloon“ während einer Aktion in London erstand. Kurz nach dem Zuschlag für 1,2 Mio. Euro wurde es vor den Augen des entsetzten Publikums in einen in den Rahmen eingebauten Schredder eingezogen. Eine Woche später erklärte Banksy das teilweise zerstörte Bild zu einem neuen Werk und nannte es „Love is in the Bin“. Banksy, dessen wahre Identität unbekannt ist, stellte die Aktion auf Instagram- und YouTube als von langer Hand geplante Kritik am Kunstmarkt dar. Der Wert des Bildes hat sich danach vervielfacht!

Banksy, Love is in the Bin

Laut Programm von Baumeister-Knese stand der Nachmittag zur freien Verfügung.

Das Programm von ViLE-Süd ging um 13:00 h weiter mit einem Mittagessen im Theaterkeller des Dorint-Hotels, das bereits vorbestellt war, so dass wir um 14:15 h mit einer Stadtführerin einen 1 ½-stündigen Rundgang durch Baden-Baden beginnen konnten.

Baden-Baden wurde im 19. Jahrhundert als „Sommerhauptstadt Europas“ bezeichnet, was wir gut nachempfinden konnten, weil wir herrlichen Sonnenschein hatten. Wir spazierten über die Museumsmeile und lernten, wer diese Museen und Kunsthallen gesponsert hat. Dann schlenderten wir durch den Kurpark Richtung Altstadt – auf dem Weg dorthin zeigte uns die Stadtführerin verschiedene herr­schaft­liche Gebäude und erklärte uns, welche wichtigen Persönlichkeiten wo gewohnt oder übernachtet haben. Wir besuchten das Altstadtviertel mit dem Marktplatz und dem Rathaus sowie das Bäderviertel mit dem bekannten Römisch-Irischen Friedrichsbad und der Caracalla-Therme.

Zum Abschluss besuchten wir das Café König, das vom Magazin Der Feinschmecker zum wiederholten Male als Landessieger Baden-Württembergs als beste Konditorei und bestes Kaffeehaus ausgezeichnet wurde. Diejenigen, die sich für Kaffee und Kuchen Zeit genommen hatten, konnten die Qualität bestätigen.

Gegen 17 Uhr trafen wir uns alle wieder an unserer Ausstiegsstelle am Bus und nach einer staufreien Rückfahrt erreichten wir kurz vor 20 Uhr wieder Ulm.

Weitere Fotos von den Gemälden des Frieder-Burda-Museums finden Sie unter der beigefügten PDF weitere Fotos.

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