Bericht-Erlebnis Pique Dame bei den Opernfestspielen in Heidenheim

Schon letztes Jahr im Juli besuchte ViLE-Süd die Opernfestspiele in Heidenheim zur Aufführung von Nabucco.
Auf allseitigen Wunsch trafen wir uns in diesem Jahr wieder in Heidenheim, bei herrlichem Sommerwetter, mit 19 Teilnehmer*innen; aus Ulm / Umgebung und Heidenheim.
Aufgeführt wurde Pique Dame – Oper in drei Akten und sieben Bildern - von Peter Tschaikowski, nach der gleichnamigen Erzählung von Alexander Puschkin.

Auch konnten wir dieses Jahr - Frau Riemann – wieder für eine Führung „Hinter den Kulissen“ gewinnen. Sie erzählte uns über die Entstehung und Entwicklung der Opernfestspiele Heidenheim, gab Einblicke in die Inszenierung, sowie den Inhalt der Aufführung und erklärte uns das Bühnenbild mit den 8 weißen Türen. Ihre doch so sehr interessanten Ausführungen mussten wir jedoch aufgrund der Hitze von 38 * C dann abkürzen.

Führung „Hinter den Kulissen“. Auf der Bühne mit 8 weißen Türen

Anschließend trafen wir uns im Schatten auf der Terrasse der Schlosswirtschaft, erholten und stärkten uns bei Essen und Trinken.

Kurz nach 19:00 h besuchten wir die Einführung zu Pique Dame im doch wesentlich kühleren Marstall des Schlosses.

Drei, sieben, Ass: Mit diesen Glückskarten kann jedes Spiel gewonnen werden. Der Offizier Hermann erfährt vom Geist der toten Gräfin die lang ersehnte Zauberformel, während er einen Brief seiner geliebten Lisa in den Händen hält. Lisa ist dem Fürsten Jelezki versprochen, doch sie liebt Hermann. Hermann liebt Lisa auch, jedoch noch mehr liebt er das Kartenspiel, weshalb sich Lisa verzweifelt in die Newa stürzt. Aber auch Hermann findet ein tragisches Ende, nachdem er den eigentlich sicheren Sieg beim Kartenspiel mit dem Fürsten Jelezki knapp verfehlt und sein gesamtes Vermögen verliert. War es die posthume Rache der Gräfin, der sogenannten „Pique Dame“, die Hermann ins Verderben trieb oder die eigene Siegesgier?

Die Opernfestspiele wurden gesungen und aufgeführt mit dem weltbekannten Tschechischen Philharmonischen Chor Brünn, mit auch hervorragenden schauspielerischen Leistungen, den Stuttgarter Philharmonikern, sowie einem Sängerensemble von international bekannten und berühmten Bühnen.
Gesungen wurde in russischer Sprache mit deutschen Untertiteln; und so konnte man die Darstellung der Sänger sowie den Chor sehr harmonisch zusammen genießen.
Durch die zunehmende Dunkelheit und Beleuchtung, entstand dann eine ganz besondere Atmosphäre auf der Bühne und im Rittersaal, nur der Vollmond vom Vorjahr fehlte.
In der Pause trafen wir uns an zwei Tischen im Schlosshof, wo die Getränke durch Vorbestellung bereits serviert waren und wir diskutierten alle eifrig über die Vorstellung.
Auch nach der Pause war es immer noch sehr warm, und wir konnten ohne Jacke der weiteren Vorstellung folgen.
Zum Schluss, nach einem anhaltenden, überwältigenden Applaus, waren wir uns einig, dass der Opernbesuch in Heidenheim wieder ein Erlebnis war.

Anschließend verabschiedeten wir uns, und nachdem sich der Parkplatz etwas geleert und die Menschenmenge verlaufen hatte, machten wir uns auf den Rückweg nach Ulm.

8. August 2019  Beate Braun

Fotos: Beate Braun

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