Ein Glücksfall für Schwerin

Das aus einer großherzoglichen Privatsammlung entstandene und 1882 direkt gegenüber dem Schloß erbaute Staatliche Museum Schwerin hatte schon immer als Spezialgebiet eine Niederländersammlung. Ein Glücksfall für das Museum war es daher, dass der Sammler niederländischer Gemälde Christoph Müller sich entschloss, seine 155 Bilder dem Museum zu schenken. Es ist die größte Gabe altmeisterlicher Gemälde an ein deutsches Museum nach dem 2. Weltkrieg.

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Das Landesmuseum in Schwerin

Der Kontakt zu dem Museum war so fruchtbar, dass der Sammler seit einigen Jahren Kunstwerke speziell zu dem Zweck erwarb, die Schweriner Sammlung zu vervollständigen.

Der Schatz des Berliner Mäzens wird bis zum 16. Februar 2014 in einer großen Ausstellung mit dem Motto „Kosmos der Niederländer“ der Öffentlichkeit präsentiert. Die im holländischen und flämischen Gebiet im 17. Und 18. Jahrhundert entstandenen Kunstwerke unterschiedlicher Stilrichtungen haben ihre Stärken vor allem in den Bereichen Landschaft, Genre, Marinemalerie und Stillleben.

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Einen besonderen Reiz gewinnt die Ausstellung dadurch, dass der Mäzen Christoph Müller ausgewählte Werke für den Audioguide des Museums selbst erläuterte. Seine Begeisterung für die Gemälde ist ansteckend.


ViLE-Lübeck besuchte die beeindruckende Schau am 22. November. Im Gegensatz zu den heute oft hochgetriebenen Ausstellungspreisen hält sich das Museum zurück. Besucher im Seniorenalter zahlen nur 3,50 Euro und den Audioguide kann man für 2 Euro ausleihen.

Ein Besuch, bei dem nicht nur das Museum sondern auch die Residenzstadt Schwerin beeindruckte. In ganz Norddeutschland sieht man keine so auf Hochglanz polierte Stadt mit glattgeschliffenen Pflastersteinen und akkuraten Bürgersteigen. Stolperfallen und Schlaglöcher kennt man dort nicht.

Text Horst, Fotos Margret (24.11.2013)

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