Berliner Kunstgewerbemuseum – viel Beton und Granit

Erst im Herbst 2014 wurde das zum Berliner Kulturforum gehörende Kunstgewerbemuseum nach dreijährigem Umbau wiedereröffnet. Knapp viereinhalb Millionen kostete die Neugestaltung. Das hatte uns neugierig gemacht und den Besuch des Museums auf unser Berliner ViLE-Besuchsprogramm gesetzt.

Das Haus beherbergt viele kostbare Schätze. Aber den kalten Eindruck des vor allem aus Beton und Granit bestehenden Gebäudes konnte man nicht beseitigen.

Es gibt eine sehr nüchtern gestaltete Eingangshalle und eine Vielzahl von zum Teil riesigen mit Glasvitrinen vollgestellten Räumen, in denen sich die wenigen Besucher verlaufen.


Steinzeugfigur von Barlach, glasiert

Das älteste Kunstgewerbemuseum in Deutschland entstand 1867. Entsprechend umfangreich sind seine Sammlungen. Es gibt einen Überblick über die Meisterleistungen europäischer Entwurfs- und Objektkunst vom Mittelalter zum Art Deco. Sogenannte Kunstkammerobjekte im Obergeschoß dokumentieren die Sammelleidenschaft des Barock. Umfangreich ist auch die Porzellankunst deutscher Manufakturen vertreten.


Glasfenster von Max Pechstein

Auch viele historische Möbel sind zu sehen. Neu ist eine Modeabteilung, die in tiefes Dunkel gehüllt ist, damit die Stoffe der ausgestellten Kostüme und Roben keinen Schaden erleiden. 150 Jahre Modegeschichte bis zu Christian Dior kann man erleben.


Teil des Lüneburger Ratssilbers

Besonders eindrucksvoll im Tiefparterre ein Raum mit einem Reliquiar des Welfenschatzes und mehreren Vitrinen mit dem Lüneburger Ratssilber.

Text Horst, Fotos Margret (18.10.2015)

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