Bericht zum Referat „Bücherherbst“ mit Thomas Mahr

Bericht zum Referat „Bücherherbst“ von Thomas Mahr über Bücher, die auf der Frankfurter Buchmesse 2017 vorgestellt werden, am 6. September 2017. Herr Mahr ist Inhaber der Buchhandlung Mahr in Langenau und erhielt den Buchhandlungspreis 2015 und 2016.
ViLE-Mitglieder haben Herrn Mahr beim Frühjahrs-Seminar in Bad Urach kennengelernt.

Nachdem wir eine Stunde in Herrn Mahrs Buchhandlung stöbern und einkaufen konnten, fuhren wir ins Sterne-Restaurant Adler in Rammingen, in dessen neu erbautem Stadel wir mit einem Glas Sekt begrüßt wurden.

Danach stellte Herr Mahr fast 40 Bücher vor, zu denen er uns vorab eine Liste übergab, auf der ich die vorgetragenen Inhalte kurz mitnotiert habe.

Zu Hause habe ich dann eine eigene Liste der vorgestellten Bücher erstellt. Die Kurzbeschreibung der Inhalte aber der Einfachheit halber dem Internet entnommen.

Die Bücher können bestellt werden per E-Mail bei info@buchhandlung-mahr.de. Sie werden kostenlos zugesandt. Bitte gebt bei der Bestellung an, dass Ihr Mitglieder vom SCU oder von ViLE seid.

Nach der Buchvorstellung wurden wir mit einem 3-Gänge-Menü verwöhnt, und anschließend am Büchertisch, der im Stadel aufgebaut war, haben wir Teilnehmer reihenweise Bücher erstanden.

Vorgestellt wurden folgende Bücher:

Aitmatow, Tschingis: Dshamilja
Preis: 18,00 €
Der 15-jährige Said erzählt die Geschichte seiner jungen, verheirateten Schwägerin Dshamilja. Während ihr ungeliebter Ehemann an der Front steht, lernt die selbstbewusste, lebensfrohe Dshamilja den scheuen, träumerischen Danijar kennen und lieben. Der junge Said erzählt mit den Augen eines Kindes, das zu verstehen beginnt, welch eine Macht die Liebe sein kann. Denn Dshamilja sagt sich von ihrem Heimatort und den alten Traditionn los und zieht in die Ferne.

Alber, Wolfgang: Wundersame blaue Mauer!
Die Schwäbische Alb in Geschichten und Gedichten
Preis: 25,00 €
Eine Kultur- und Literaturlandschaft, ein Arkadien, das es (noch immer) zu entdecken gilt!
Ein literarischen Schatzkästlein, ein Vademecum, das neben Bekanntem viel Unbekanntes – und insbesondere auch Geschichten gegenwärtiger Autorinnen und Autoren enthält.
Im Volksmund wird die raue Schwäbische Alb als „Schwäbisch Sibirien“ oder des „Teufels Hirnschale“ verspottet. Längst aber ist Europas größtes Karstgebiet zwischen Neckar und Donau eine der attraktivsten Ferienlandschaften.
Der Band »Wundersame blaue Mauer!« versammelt Erzählungen, Essays und Gedichte aus zwei Jahrhunderten – von Hölderlin bis Hauff, von Uhland bis Mörike, von Johannes R. Becher, Sebastian Blau bis Peter Härtling, von Gerd Gaiser, HAP Grieshaber bis Margarete Hannsmann, Thaddäus Troll, Felix Huby – und auch Uta-Maria Heim, Werner Herzog, Susanne Hinkelbein, Jürgen Wertheimer u.v.a.m.

Bleitner, Thomas: Frauen der 1920er Jahre
Preis: 16,00
Sie wurden „Flapper“ genannt, selbstbewusste junge Frauen, die sich nichts mehr vorschreiben ließen. „… sie schnitt sich die Haare kurz, legte die allerschönsten Ohrringe an, wappnete sich mit großer Kühnheit und viel Rougt und schritt in die Schlacht.“ So schrieb ein New Yorker Magazin über die neue weibliche Generation. Die Mädels wollten Spaß. Sie waren stilprägend: als Künstlerinnen wie Dorothy Parker oder Josephine Baker, als Sportlerinnen wie die Pilotin Amelia Earhart, als Designerinnen wie Coco Chanel. Dieser Bildband stellt 18 Frauen aus Europa und den Vereinigten Staaten vor, die das Frauenbild der damaligen Zeit prägten.
Thomas Bleitner schreibt über sie und die Goldenen Zwanziger erklärende, spannende, interessante Geschichten. Und deshalb ist der Bildband mit 120 tollen Schwarz-Weiß-Aufnahmen nicht nur zum Schauen da, sondern auch eine Lektüre wert. Was machte das Lebensgefühl aus? Was wurden die Girls, was sie dann waren? Gut zu lesen und voller Informationen. Ich wusste bislang nicht, dass das erste IT-Girl bereits in den 1920er Jahren lebte. Clara Bow hieß sie, war Stummfilmschauspielerin in Hollywood, Sexsymbol und spielte in dem Film „IT“ die Hauptrolle.
Mutig waren diese Frauen, absolut unkonventionell, und nicht nur ihrer Zeit weit voraus. Manchmal denkt man, dass die Themen, mit denen sich einige Frauen heute abmühen, vor 90 bis 100 Jahren von anderen für ihr Leben schon gelöst waren.

Bremer, Alida: Glückliche Wirrungen
Preis: 28,00 €
Alida Bremer ist Kroatin, die mit einem Deutschen verheiratet ist.
Der Wunsch nach einer besseren Welt begleitet die Menschheit seit jeher. In diesem einzigartigen Band versammeln Alida Bremer und Michael Krüger Beiträge von Autoren und Künstlern, die sich unter dem Goethe entlehnten Motto „glückliche Wirrungen“ nicht nur vergangenen Zeiten zu widmen, sondern auch Visionen einer glücklicheren Zukunft entwerfen oder sogar im jetzt aufspüren, was eine gute Welt sein mag.
Autoren wie Mircea Cartarescu, Stefan Herrtmans, Serhij Zhadan, Cécile Wajsbrot oder Colm Tóibín begegnen dem Thema phantasievoll, ironisch, träumerisch oder realistisch und fangen ein, was uns zwischen Freiheit und Geborgenheit, Solidarität und Hilfsbereitschaft, Herausforderung und Wagnis bewegt. Eine literarische Reise, die zeigt, wie wir den großen Fragen der Gegenwart begegnen können. Die liebevoll gestaltete Anthologie versammelt Beiträge aus den 57 Mitgliedstaaten der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) und ist mit einem Vorwort von Außenminister Frank-Walter Steinmeier versehen.

Bremer, Alida: Olivas Garten
Preis: 19,99 €
WIE MEINE FAMILIE KROATIEN ÜBERLEBTE - Die Erzählerin, die seit langem schon in Deutschland lebt, erfährt eines Tages, dass sie von ihrer Großmutter einen Olivenhain geerbt hat, in Vodice, an der östlichen Adriaküste. Sie weiß genau: Das wird ein waghalsiges Abenteuer werden, eine Don Quichotterie gegen die eigenwillige südländische Bürokratie. Es wird Chaos, Leidenschaften, Lachen, Tränen und viel zu Essen geben. Von ihrem vorbildlich organisierten norddeutschen Ehemann unterstützt, macht sie sich auf in die Sehnsuchtslandschaft ihrer Vergangenheit. Sie taucht ein in die hinreißenden Erzählungen ihrer weitverzweigten Familie. Und in die grausamen Auseinandersetzungen eines blutigen Jahrhunderts.

Coe, Jonathan: Nummer 11
Preis: 24,00 €
Geschichten, die den Wahnsinn bezeugen - ein irrwitziges Sittenbild Großbritanniens.
Rachel und Alison, Freundinnen aus Kindertagen, machen sich auf eine Reise in das fremde, irreale Herz Groß­britanniens. Hilos, mitgerissen von Strömen, die sie weder verstehen noch beeinflussen können, fanden die beiden eine von der Realität enttäuschte, doch den Reality-Shows innig zugetane Nation vor. Sie treffen auf moralisch bankrotte Bankiers, deren Keller mit Privatkinos, Hallenbädern und Weinlagern aufgemöbelt sind, und auf Menschen, die an der städtischen Essenstafel Schlange stehen. Mittendrin residiert eine alteingesessene Familie, die nichts für das eigene Land tut, aber alle Kraft darauf verwendet, dass das Land alles für ihren persönlichen Profit tut.

Enzensberger, Theresia: Blaupause
Preis: 22,00 €
Luise Schilling ist jung, wissbegierig und voller Zukunft. Anfang der brodelnden zwanziger Jahre kommt sie an das Weimarer Bauhaus. Sie studiert bei Professoren wie Gropius oder Kandinsky und wirft sich hinein in die Träume und Ideen ihrer Epoche. Zwischen Technik und Kunst, Kommunismus und Avantgarde, Populismus und Jugendbewegung lernt Luise gesellschaftliche Utopien kennen, die uns bis heute prägen. Rasant und äußerst gegenwärtig erzählt Theresia Enzensberger von einer jungen Frau in den Wirren ihres Lebens: von den Konflikten zwischen Rechts und Links bis zum Sprung eines jungen Liebespaares in einen nächtlichen Fluss.

Ferrante, Elena: Meine geniale Freundin
Band 1 (von 4) einer neapolitanischen Saga.
Elena Ferrante ist ein Pseudonym. Niemand weiß, wer hinter diesem Namen steckt, außer dass die Person aus Neapel stammt.
Preis: 22,00 €
Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen.
Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie auf, in einem armen, überbordenden, volkstümlichen Viertel, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Schustertochter Lila und die schüchterne, beflissene Elena, Tochter eines Pförtners, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater seine noch junge Tochter zwingt, dauerhaft in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, eine Gelegenheit zu nutzen, die eigentlich ihrer Freundin zugestanden hätte.
Ihre Wege trennen sich, die eine geht fort und studiert und wird Schriftstellerin, die andere wird Neapel nie verlassen, und trotzdem bleiben Elena und Lila sich nahe, sie begleiten einander durch erste Liebesaffären, Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft, durch Jahre der Arbeit und Episoden politischer Bewusstwerdung, zwei eigensinnige, unnachgiebige Frauen, die sich nicht zuletzt gegen die Zumutungen einer brutalen, von Männern beherrschten Welt behaupten müssen.
Sie bleiben einander nahe, aber es ist stets eine zwiespältige Nähe: aus Befremden und Zuneigung, aus Rivalität und Innigkeit, aus Missgunst und etwas, das größer und stiller ist als Lieben. Liegt hier das Geheimnis von Lilas Verschwinden?

Ferrante, Elena: Die Geschichte eines neuen Namens
Band 2 der neapolitanischen Saga.
Preis: 25,00 €
Lila und Elena sind sechzehn Jahre alt, und sie sind verzweifelt. Lila hat noch am Tage ihrer Hochzeit erfahren, dass ihr Mann sie hintergeht – er macht Geschäfte mit den allseits verhassten Solara-Brüdern, den lokalen Camorristi. Für Lila, arm geboren und durch die Ehe schlagartig zu Geld und Ansehen gekommen, brechen leidvolle Zeiten an. Elena hingegen verliebt sich Hals über Kopf in einen jungen Studenten, doch der scheint nur mit ihren Gefühlen zu spielen. Sie ist eine regelrechte Vorzeigeschülerin geworden, muss aber feststellen, dass das, was sie sich mühsam erarbeitet hat, in ihrer neapolitanischen Welt kaum etwas gilt.
Trotz all dieser Widrigkeiten beharren Lila und Elena immer weiter darauf, ihr Leben selbst zu bestimmen, auch wenn der Preis, den sie dafür zahlen müssen, bisweilen brutal ist. Woran die beiden jungen Frauen sich festhalten, ist ihre Freundschaft. Aber können sie einander wirklich vertrauen?

Ferrante, Elena: Die Geschichte der getrennten Wege
Band 3 der neapolitanischen Saga.
Preis: 24,00 €
Es sind die turbulenten siebziger Jahre und die beiden inzwischen erwachsene Frauen. Lila ist Mutter geworden und hat sich befreit und alles hingeworfen - den Wohlstand, ihre Ehe, ihren neuen Namen - und arbeitet unter entwürdigenden Bedingungen in einer Fabrik. Elena hat ihr altes neapolitanisches Viertel hinter sich gelassen, das Studium beendet und ihren ersten Roman veröffentlicht. Als sie in eine angesehene norditalienische Familie einheiratet und ihrerseits ein Kind bekommt, hält sie ihren gesellschaftlichen Aufstieg für vollendet. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie ständig an Grenzen gerät. Ganze Welten trennen die Freundinnen, doch gerade in diesen schwierigen Jahren sind sie füreinander da, die Nähe, die sie verbindet, scheint unverbrüchlich. Würde da nur nicht die langjährige Konkurrenz um einen bestimmten Mann immer deutlicher zutage treten.
Im Februar 2018 wird Band 4 erscheinen: Die Geschichte des verlorenen Kindes.

Gardam, Jane: Ein untadeliger Mann
Preis: 12,90 €
Alles an Edward Feathers ist ohne Fehl und Tadel – seine Garderobe, seine Manieren und sein Ruf als Anwalt mit glänzender Karriere in Hongkong. Nun ist er alt und muss mit dem Tod seiner Frau Betty zurechtkommen, so wie er immer mit allem zurechtgekommen ist. Seine perfekte Haltung täuscht alle und manchmal sogar ihn selbst. Doch mit Bettys Tod bricht etwas in ihm auf, und behutsam beginnt Feathers, vergangene Ereignisse ans Licht zu holen. An einem kalten englischen Wintermorgen setzt er sich ans Steuer seines Wagens und fährt los, das eigene Leben zu erkunden. Mit Jane Gardams meisterhaftem Roman über ein Leben im British Empire ist eine große Autorin zu entdecken.

Gardam, Jane: Eine treue Frau
Preis: 21,90 €
Manchmal vergisst Betty, dass sie keine Chinesin ist, so selbstverständlich nah ist ihr das Land, dessen Sprache sie seit Kindertagen beherrscht. Diese elementare Liebe zum Fernen Osten verbindet sie tief mit ihrem künftigen Mann Edward Feathers, dem jungen Star unter den Richtern der Krone in Hongkong. Als Betty Edward ewige Treue verspricht, weiß sie intuitiv, dass ihre Ehe kaum auf wilder Leidenschaft gründen wird. Doch sie ahnt nicht, dass sie nur eine Stunde später der Liebe ihres Lebens begegnen wird, Edwards Erzrivalen Terry Veneering
"Eine treue Frau" ist ein umwerfend kluger, zarter Roman über die Spielarten von Liebe und Begehren.…

Gardam, Jane: Letzte Freunde
Preis: 22,00 €
Es ist Abscheu auf den ersten Blick, der Edward Feathers und Terry Veneering, die glänzendsten Juristen des British Empire, ein Leben lang verbindet. Als ebenbürtige Gegner in zahllosen Prozessen hassen sie einander schon, bevor sie sich beide in dieselbe Frau verlieben. Und es wird ein Leben lang dauern, bis sie bemerken, dass sie ebenso gut Freunde sein könnten. Was hat Feathers’ Frau Betty so angezogen an Veneering, dem Mann mit dem weißblonden Haar, der selbst mit der schönsten Frau Hongkongs verheiratet ist? Worum beneiden die erbitterten Feinde sich mit solcher Intensität? Mit weiser Gelassenheit erzählt Jane Gardam, eine der bekanntesten Schriftstellerinnen in England, von der Fähigkeit zur Liebe und einer späten Freundschaft.
Die drei genannten Bücher von Jane Gardam sind eine Trilogie!

Hervier Gregoire: Vintage
Preis: 24,00 €
Einem jungen Gitarristen und Journalisten bietet sich der große Deal und die Story seines Lebens: eine Million, wenn er beweisen kann, dass die 'Gibson Moderne', die legendärste Gitarre aller Zeiten, tatsächlich existiert hat. Auf seiner Suche begegnet er besessenen Musikliebhabern, leidenschaftlichen Sammlern, zwielichtigen Gestalten und sagenumwobenen Instrumenten. Eine faszinierende Reise quer durch Amerika und die gol denen Jahre von Blues und Rock. Ob Freak oder Liebhaber, Vintage ist eine Geschichte, bei der in jedem eine Saite erklingt.

Hodgson, Barbara: Die Wüste atmet Freiheit. 
Preis: 14,95 €
Befreit vom Korsett gesellschaftlicher Konventionen in ihren Heimatländern, suchten Generationen von Frauen auf ihren Orientreisen nach Freiheit. Frauen wie Lady Mary Montagu, Ida Pfeiffer, Ida von Hahn-Hahn, Gertrude Bell, Louisa Jebb oder Rosita Forbes trotzten auf ihren Reisen ins ferne Morgenland lauernden Gefahren und verbreiteten Vorurteilen. Barbara Hodgson erzählt hier humorvoll und mitreißend von Frauen, die an Karawanen durch noch unerforschte Wüsten teilnahmen, gegen schwierigste Reisebedingungen kämpften und ihre Krinolinen gegen Männerkleidung oder Türkengewand eintauschten.

Hoger, Hannelore (war Schauspielerin in Ulm): Ohne Liebe trauern die Sterne. 
Preis: 19,95 €
Sie ist eine der beliebtesten deutschen Schauspielerinnen: Hannelore Hoger. Als eigenwillige Kommissarin Bella Block wurde sie populär, aber sie spielt und beherrscht auch viele andere Rollen in Film- und Theaterproduktionen. Von Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos (1968) und Die Patriotin (1979) über Auftritte in Derrick und Tatort bis zu Die Bertinis (1988) und der jüngsten Heidi-Verfilmung (2015), in der sie die Großmutter mimt, reicht das Spektrum ihrer Arbeiten.
Jetzt erzählt sie zum ersten Mal ausführlich aus ihrem Leben: von Kindheit und Jugend in Hamburg; von ihren Anfängen und ersten Erfolgen als Schauspielerin; von der Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Peter Zadek, Edgar Reitz und Alexander Kluge, die sie geprägt haben; von verschiedenen Kollegen – und ihrer Tochter Nina.
Man erfährt, welche Bücher sie liest und welche Musik sie am liebsten hört, warum Hunde (und andere Tiere) in ihrem Leben stets einen wichtigen Platz einnahmen, welche Bedeutung Reisen für sie haben. Und sie lässt die Leserinnen und Leser teilhaben an einer Seite, die öffentlich bisher kaum bekannt ist: dass sie nämlich gern malt. Das Buch zeigt erstmals eine Reihe ihrer in den letzten Jahren entstandenen Bilder.
Eine faszinierende Frau, ein außergewöhnliches Buch.

Jäckle Nina: Stillhalten
Preis: 20,00 €
1933 ist Tamara Danischewski 21 Jahre alt. Sie studiert in Dresden Tanz bei Mary Wigman und Gret Palucca. Abends tritt sie im Kabarett auf, um für sich und ihre Mutter Geld zu verdienen. Dort lernt sie den Maler Otto Dix kennen, der sie während vieler Sitzungen porträtiert, eine Freundschaft entsteht. Dann aber verlässt Dix, als einer der ersten Künstler in der NS-Zeit aus dem Lehramt entlassen, die Stadt. Tamara bekommt einige große Auftrittsangebote, doch sie geht das Wagnis eines ungesicherten Lebens als Tänzerin nicht ein. Stattdessen heiratet sie 1936 einen Mann, der ihr und ihrer Mutter zwar eine gesicherte Existenz bieten kann, Tamara jedoch das Tanzen verbietet und dem sie sich, wie viele Frauen ihrer Generation, zur Gänze unterordnet. Alt geworden, erinnert sich Tamara an ein glanzvolles Leben, in dem noch alles möglich schien.

Janesch, Sabrina: Die goldene Stadt
Preis: 22,95 €
Über die Kraft der Neugier und einen vergessenen deutschen Entdecker. Perus, 1887: Das ganze Land redet nur von einem Mann - und seiner großen Entdeckung: Augusto Berns will die verlorene Stadt der Inka gefunden haben. Das Medienecho reicht von Lima bis London und New York. Doch wer ist der Mann, der vielleicht El Dorado entdeckt hat? Alles beginnt mit einem Jungen, der am Rhein Gold wäscht und sich in erträumten Welten verliert, der später in Berlin den glühend verehrten Alexander von Humboldt befragt, um bald darauf einen Entschluss zu fassen: Er, Berns, will die goldene Stadt finden. Berns wagt die Überfahrt nach Peru, wo er eher zufällig zum Helden im Spanisch-Südamerikanischen Krieg wird, dann als Ingenieur der Eisenbahn Mittel für seine Expedition sammelt. Mit dem Amerikaner Harry Singer besteigt er die Höhen der Anden und schlägt sich durch tiefsten Dschungel - um schließlich an einen Ort zu gelangen, der phantastischer ist als alles, was er sich je vorgestellt hat. Erst seit kurzem weiß man, dass das sagenumwobene Machu Picchu in Peru von einem Deutschen entdeckt wurde. Sabrina Janesch hat sich auf die Spuren des vergessenen Entdeckers begeben und erzählt seine aufregende Geschichte.

Jerger, Ilona: Und Marx stand still in Darwins Garten.
Preis: 20,00 €
England, 1881. Zwei bedeutende Männer leben nur wenige Meilen voneinander entfernt: Charles Darwin in einem Pfarrhaus in Kent und Karl Marx mitten in London. Beide haben mit ihren Werken, der eine zur Evolution, der andere zur Revolution, die Welt für immer verändert. Beide wissen es und sind stolz darauf. Und doch sind sie schlaflos und melancholisch. Darwin hat den Schöpfer abgeschafft, fühlt sich missverstanden und forscht inzwischen still am Regenwurm. Marx grollt der Welt, wartet ungeduldig auf ein mutiges Proletariat, das den Kapitalismus hinwegfegt, verzettelt sich beim Schreiben und kommt über Band 1 des 'Kapitals' nicht hinaus. Eines Abends begegnen sich die beiden bei einem Dinner zum ersten Mal. Schnell kreist ihre Diskussion um Gott und Gerechtigkeit — doch unausweichlich kommt es zum Streit, und der Abend endet in einem Eklat. Dennoch haben der großbürgerliche Naturforscher und der ewig klamme Revolutionär mehr gemeinsam, als sie sich eingestehen wollen.
In ihrem wunderbaren Roman verbindet Ilona Jerger Fabulierlust mit wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Erkenntnissen, die den Weltenlauf maßgeblich beeinflusst haben. Ein warmherziges und humorvolles Porträt zweier großer Männer, deren Disput zeitgemäßer nicht sein könnte.

Jergovic Milenko: Die unerhörte Geschichte meiner Familie
Preis: 34,00 €>‹îrw (1144 Seiten)
»Weil in jeder Familiengeschichte alles Wichtige der Weltgeschichte steckt«, hat Miljenko Jergović sich auf die Spuren seiner Familie begeben. Als seine Mutter, zu der er kein einfaches Verhältnis hat, im Sterben liegt, reist er nach Sarajevo und bringt sie zum Erzählen über die Vorfahren. Dort, wo jede Straße ihn in die Vergangenheit seiner traumatisierten Heimat führt, setzt er sich in einem schmerzlichen Prozess mit ihrem Erbe auseinander: Kinder des einstigen Habsburgerreichs, waren sie als Eisenbahner Zugereiste, und jeder Krieg stellte ihre Identitäten und Loyalitäten neu auf die Probe.
Das Gefühl von Fremdheit ist dem großen europäischen Erzähler Miljenko Jergović geblieben, auch wenn er sich an den Konflikten der Gegenwart auf seine Weise reibt. Fakten mit Fiktion vermischend und in konzentrischen Kreisen erzählend, zeigt er in diesem großen Weltentwurf, was das Leben in einem Vielvölkerstaat für den Einzelnen bedeutet, vor allem wenn er nicht zur Mehrheit gehört, sondern zu den »Anderen«.

Krechel, Ursula: Stark und Leise
Preis: 25,00 €, als Taschenbuch 12,00 €
Ursula Krechel porträtiert ebenso klug wie poetisch Pionierinnen, die in ihren Fächern Maßstäbe gesetzt haben: wegbereitende und außergewöhnliche Frauen aus Kunst und Wissenschaft, denen wir durch die Jahrhunderte folgen, von Bettina von Armin über Ingeborg Bachmann und Vicki Baum bis zu Friederike Mayröcker. Die Namen dieser beeindruckenden Pionierinnen scheinen wir zwar zu kennen, von deren starken Lebensgeschichten wissen wir jedoch wenig. Alle diese Frauen wollten sich behaupten, sie wollten erkunden, was sie in sich und in der Welt entdeckten. Sie standen an einem Anfang, der jene, die nach ihnen kamen, im Weitergehen bestärkte und noch immer bestärkt.

Krechel, Ursula: Landgericht (Buchpreis!!!)
Preis: 29,90 €
In Landgericht geht es um den Juden Richard Kornitzer, der 1947 nach zehn Jahren im kubanischen Exil nach Deutschland zurückkehrt. Dort trifft er auf seine Frau, die er seit seiner Flucht nicht mehr gesehen hat. Auch die Kinder wurden zu ihrem eigenen Schutz nach England in Sicherheit gebracht und sind zu Beginn der Geschichte noch vermisst. Kornitzer versucht in seiner alten Heimat, die nun eine ganz andere ist, wieder heimisch zu werden und spürt als erstes, wie fremd ihm seine eigene Frau geworden ist. Gerne möchte er in seinen alten Beruf als Richter wieder zurückkehren und auch die Kinder sollen nach zehn Jahren Trennung so schnell wie möglich wieder zurückkommen, damit die Familie wieder beisammen sein kann, doch vieles hat sich geändert.

Lemaitre, Pierre: Drei Tage und ein Leben
Preis: 20,00 €
Der neue Bestseller des Goncourt-Preisträgers Pierre Lemaitre "Innerhalb weniger Minuten hat sein Leben die Richtung geändert. Er ist ein Mörder. Doch die beiden Bilder passen nicht zusammen, man kann nicht zwölf Jahre alt und ein Mörder sein." Ende Dezember 1999 verschwindet im französischen Ort Beauval ein sechsjähriger Junge. Eine groß angelegte Suchaktion wird gestartet, Nachbarn und Freunde durchkämmen den angrenzenden Wald nach Spuren des vermissten Rémi. Doch am dritten Tag fegt ein Jahrhundertsturm über das kleine Dorf hinweg und zwingt die Einwohner von Beauval zurück in ihre Häuser. Während dieser drei Tage bangt der zwölfjährige Antoine darum, entdeckt zu werden. Denn nur er weiß, was an jenem Tag wirklich geschah. Und nur er könnte davon erzählen. Mit großer Sensibilität spürt Pierre Lemaitre dem grausamen Schicksal seines jungen Protagonisten nach und stellt die Frage, wie es sich mit einer lebenslangen Schuld leben lässt.

Lothar, Ernst: Der Engel mit der Posaune
Preis: 26,00 €
Die »Wiener Forsyte Saga«: Drei Generationen einer Wiener Familie erleben den Untergang der Donaumonarchie.
Drei Generationen der Wiener Patrizierfamilie Alt erleben den Untergang der österreichisch-ungarischen Monarchie und die Umstürze von 1888 bis 1938. Im Zentrum steht Hans Alt, der einer Wiener Klavierbauerfamilie angehört. Doch der eigentliche vitale Mittelpunkt ist Henriette Alt, geb. Stein, mit zwanzig Jahren die Geliebte des Kronprinzen Rudolf, mit siebzig das Opfer von Hitlers Gestapo-Schergen. Eine Frau, die Charme und Tapferkeit, Schwäche und Verspieltheit in sich vereint. Sie ist inmitten von Familienintrigen und Katastrophen, inmitten wohlgeratener und untauglicher Kinder, Sinnbild der Endzeit wie der Hoffnung für einen neuen Anfang.
Das Haus der Familie Alt, Seilerstätte 10, Ecke Annagasse, trägt ein Steinwappen im Stil der Maria-Theresien-Zeit; es zeigt einen Posaunenengel, der allen, die aus- und eingehen, zum Symbol wird für das »widerspruchsvolle, zwielichtige, verwinkelte, unsinnig-sinnliche, tief unterkellerte, dämonische Haus, welches das Haus Österreich ist.«

MacGregor, Neil: Deutschland
War Leiter des Britischen Museums.
Preis: 39,95 €
Der Britische Blick: Deutschland - Erinnerungen einer Nation.
Ausstellung im Martin-Gropius-Bau in Berlin vom 8. Oktober 2016 bis 9. Januar 2017
Deutschlands Geschichte ist stärker zersplittert als die der meisten anderen europäischen Länder. Seine Grenzen waren oft in Bewegung, und die längste Zeit der letzten 500 Jahre bestand es aus einem bunten Mosaik von politischen Gebilden. Doch es gibt auch Erinnerungen, die allen Deutschen gemeinsam sind - Erinnerungen einer Nation. Neil MacGregor stellt sie uns vor in einem Buch über Deutschland, wie es noch nie eines gab.
Seine augenöffnende Reise durch die deutsche Geschichte beginnt mit dem Brandenburger Tor, und sie endet mit der Reichstagskuppel und Gerhard Richter. Unterwegs begegnen wir einem faszinierenden Ensemble, darunter Gutenbergs Buchdruck, Porzellan aus Dresden, deutsches Bier und deutsche Wurst, Goethe, Schneewittchen und Mutter Courage, die Krone Karls des Großen, ein Tauchanzug made in Ostdeutschland und das Tor von Buchenwald. Wie es Neil MacGregor gelingt, all diese Objekte zum Sprechen zu bringen und sie von deutscher Geschichte erzählen zu lassen, dabei die Schrecken der NS-Zeit nicht zu relativieren und doch den Reichtum der deutschen Geschichte begeistert und begeisternd vor dem Leser zu entfalten – das ist so intelligent, so bravourös und so unterhaltsam zugleich, dass man es einfach gelesen haben muss.

Mangold, Ijoma: Das deutsche Krokodil
Preis: 19,95 €
Ijoma Alexander Mangold lautet sein vollständiger Name; er hat dunkle Haut, dunkle Locken. In den Siebzigerjahren wächst er in Heidelberg auf. Seine Mutter stammt aus Schlesien, sein Vater ist aus Nigeria nach Deutschland gekommen, um sich zum Facharzt für Kinderchirurgie ausbilden zu lassen. Weil es so verabredet war, geht er nach kurzer Zeit nach Afrika zurück und gründet dort eine neue Familie. Erst zweiundzwanzig Jahre später meldet er sich wieder und bringt Unruhe in die Verhältnisse.
Ijoma Mangold, heute einer unserer besten Literaturkritiker, erinnert sich an seine Kindheits- und Jugendjahre. Wie wuchs man als «Mischlingskind» und «Mulatte» in der Bundesrepublik auf? Wie geht man um mit einem abwesenden Vater? Wie verhalten sich Rasse und Klasse zueinander? Und womit fällt man in Deutschland mehr aus dem Rahmen, mit einer dunklen Haut oder mit einer Leidenschaft für Thomas Mann und Richard Wagner?
Erzählend beantwortet Mangold diese Lebensfragen, hält er seine Geschichte und deren dramatische Wendungen fest, die Erlebnisse mit seiner deutschen und mit seiner afrikanischen Familie. Und nicht zuletzt seine überraschenden Erfahrungen mit sich selbst.

Menegoz, Mathias: Karpathia
Preis: 28,00 €
Wien im November 1833: Nach einem Duell, bei dem Hauptmann Alexander Korvanyi die Ehre seiner Verlobten, Baronesse Cara von Amprecht, verteidigt, muss der ungarische Graf die kaiserliche Armee verlassen. Kurz darauf kehrt das junge Paar der Hauptstadt den Rücken und macht sich auf eine abenteuerliche Reise an den äußersten Rand des habsburgischen Reiches. Es gilt, ein Erbe anzutreten: Inmitten von nebligen Wäldern und dunklen Seen befindet sich der Besitz der Vorfahren von Graf Korvanyi, ein Lehnsgut in Transsilvanien, seit Jahrzehnten verlassen. Alexander und Cara stoßen auf eine mittelalterliche Welt, ein feudales Fresko aus Magyaren, Walachen und Sachsen, ein undurchschaubares Geflecht aus alten Feindschaften, verschiedenen Religionen und unbeirrbarem Aberglauben. Alexander ruft ein Jagdfest aus, doch was als gemeinschaftliches Vergnügen geplant war, ist der Funke, der das Pulverfass zur Explosion bringt.
Karpathia ist ein in jeder Hinsicht außergewöhnlicher, furioser und im besten Sinne ambitionierter erster Roman, der in Frankreich für Aufsehen gesorgt und ein breites Presseecho erhalten hat. Wie Mathias Menegoz in Karpathia unter dem Deckmantel des historischen Romans unsere heutige Situation in einer fernen Zeit spiegelt, ist atemberaubend. Prix Interallié Nominiert für den Prix Goncourt.

Orths, Markus: Max
Preis: 24,00 €
Max kämpft. Max flieht. Max sucht. Er kämpft gegen die Verrücktheit einer Welt, die aus den Fugen gerät. Er flieht vor den Menschen, die ihn nicht verstehen. Er sucht die eine Frau, die er wirklich lieben kann. Dies ist die Geschichte eines großen Künstlers des vergangenen Jahrhunderts: Max Ernst. Im Spiegel von sechs Frauenleben erzählt dieser Roman vom 20. Jahrhundert und entwirft das Panorama einer wahnwitzigen Zeit.

Parks, Tim: Thomas Mary
Preis: 22,00 €
30 Jahre sind Thomas und Mary verheiratet. Sie haben zwei Kinder, einen Hund, ein Haus im Grünen. Aber nach Jahren des Auseinanderlebens kommt es – endlich – zu einer Entscheidung.
In dieser umgekehrten Liebesgeschichte erzählt Tim Parks, was passiert, wenn die Zuwendung und Hingabe, die ein Paar am Anfang füreinander hatte, sich verwandelt: in lange Spaziergänge mit dem Hund, in die Vermeidung, zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen, in Spannungen, wer die Kühlschranktür offen gelassen oder den Tisch nicht abgeräumt hat.
Zwischen Komödie und Tragödie pendelt dieser wunderbar leichte Roman, in dem 30 Jahre Ehe mit kühlem Kopf und warmem Herzen überprüft werden, die Abhängigkeiten, die Zärtlichkeit, der Verrat. Es ist die leidenschaftlich intime Chronik einer Ehe, die Tim Parks erzählt, wie sie vielen Leserinnen und Lesern bekannt sein dürfte. Und wie er die Ausläufer des schmerzlichen Verlusts schildert, der durch die ganze Familie geht, wenn das Paar im Grunde seiner Herzen beschlossen hat, dass es vorbei ist – das macht ihm keiner nach.

Roy, Arundhati: Das Ministerium des äußersten Glücks
Preis: 24,00 €
Auf einem Friedhof in der Altstadt von Delhi wird ein handgeknüpfter Teppich ausgerollt. Auf einem Bürgersteig taucht unverhofft ein Baby auf. In einem verschneiten Tal schreibt ein Vater einen Brief an seine 5-jährige Tochter über die vielen Menschen, die zu ihrer Beerdigung kamen. In einem Zimmer im ersten Stock liest eine einsame Frau die Notizbücher ihres Geliebten. Im Jannat Guest House umarmen sich im Schlaf fest zwei Menschen, als hätten sie sich eben erst getroffen – dabei kennen sie einander schon ein Leben lang.
Voller Inspiration, Gefühl und Überraschungen beweist der Roman auf jeder Seite Arundhati Roys Kunst. Erzählt mit einem Flüstern, einem Schrei, mit Freudentränen und manchmal mit einem bitteren Lachen ist dieser Roman zugleich Liebeserklärung wie Provokation: eine Hymne auf das Leben.

Schneidewind, Günter: Der Große Schneidewind
Preis: 22,00 €
Buch über seine Begegnungen und Interviews mit Ian Anderson - Joan Baez - David Bowie - Gary Brooker von Procol Harum - Chris de Burgh - Paul Carrack - Roger Chapman - City - Donovan - Emerson, Lake & Pamer - Joe Esposito - Marianne Faithfull - Peter Frampton - Bob Geldof - Robin Gibb von den Bee Gees - Ian Gillan von Deep Purple - Jean-Michel Jarre - Karat - Jon Lord von Deep Purple - Manfred Mann - Brian May von Queen - Paul McCartney von den Beatles - Nena - Mike Oldfield - Robert Plant von Led Zeppelin - Paul Potts - PUR - Suzi Quatro - Rattles - Cliff Richard - Rolling Stones (Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood, Charlie Watts) - Carlos Santana
Silly - Status Quo - Bonnie Tyler - Uriah Heep - Bill Wyman von den Rolling Stones - Peter York von der Spencer Davis Group sowie Hardin & York ...

Thorpe, Nick: Die Donau
Preis: 26,00 €
Vom Schwarzen Meer bis zum Schwarzwald: Anders als berühmte Donau-Reisende vor ihm nimmt der britische Journalist und Filmemacher Thorpe den umgekehrten Weg und nähert sich von der Mündung aufwärts zu Fuß, mit dem Fahrrad, Boot, Zug, manchmal auch mit dem Auto der Quelle des fast dreitausend Kilometer langen Stromes in Deutschland. Auf dem Balkan, stellt Thorpe gleich anfangs fest, entwickelten sich zivilisierte Kulturen lange vor dem Westen. Und so verwebt er auf seiner Reise prägnant das Einstige mit der Gegenwart und schafft es, unterschiedlichsten Menschen – von Schiffern bis zu Mönchen, von Wissenschaftlern bis zu Roma-Mädchen – wunderbare Geschichten zu entlocken und Europa und seine Kulturgeschichte neu zu entdecken.

Wodin, Natascha: Sie kam aus Mariupol
Preis: 19,95 €
Natascha Wodin erzählt die Geschichte ihrer Mutter, die aus der ukrainischen Hafenstadt Mariupol stammte und in die Fänge zweier Diktaturen geriet: Als junge Frau erlebte sie den Untergang ihrer Adelsfamilie im stalinistischen Terror, 1944 wurde sie von den Nazis als „Ostarbeiterin“ nach Deutschland verschleppt, überlebte die Zwangsarbeit und zerbrach daran.
Das Buch ist ausgezeichnet mit dem Alfred-Döblin-Preis 2015 und mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2017.

Zenatti, Valérie: Jacob, Jacob
Preis: 20,00 €
Es geht um den Zweiten Weltkrieg, dessen Erschütterungen bis nach Nordafrika zu spüren sind. Der titelgebende Jacob Melki ist 1944, als der Roman einsetzt, 19 Jahre alt, hat gerade seine Reifeprüfung im algerischen Constantine abgelegt. Obwohl er ein guter Schüler war, hat er zwei Jahre länger gebraucht als die anderen – 1941 hatten die französischen Behörden vorübergehend beschlossen, jüdische Schüler den arabischen gleichzusetzen und der französischen Schulen zu verweisen. Der belesene Jacob plant seine Zukunft als Student und späterer Lehrer, als die Einberufung zur Armee kommt. Die Familie lebt in ihrer eigenen, kleinen Welt, von Algerien aus ist der Krieg nur ein fernes Grollen. Und so ist ihnen nicht klar, dass Jacob kein Abenteuer erwartet, sondern die Befreiung Frankreichs von den Deutschen.
"Jacob, Jacob" spricht eine politische Wahrheit aus, die in Frankreich gern verschwiegen wird: Die Juden in Algerien waren nicht gut genug für die französischen Schulen, aber gut genug für die französischen Schützengräben. Und wenige Jahre später waren sie wiederum gut genug, um im Algerienkrieg gegen die Araber zu kämpfen, mit denen sie Jahrhunderte lang friedlich zusammengelebt hatten. Mit der Konsequenz, dass sie nach dem verlorenen Algerienkrieg ihre Heimat verlassen mussten – auch von diesen späteren Entwicklungen erzählt Zenatti noch. Frankreich ist mit seinen jüdisch-algerischen Bürgern umgegangen wie mit Bauern beim Schach. Diese Erkenntnis macht "Jacob, Jacob" zu einem politisch aufschlussreichen und wichtigen Buch.

Missfeldt, Jochen: Sturm und Stille
(War nicht auf der Bücherliste von Herrn Mahr, wurde aber besprochen)
Preis: 22,00 €
Starkes Stück – ein ergreifendes Frauenleben im 19. Jahrhundert: Die Liebesgeschichte von Theodor Storm und Doris Jensen, seiner langjährigen Geliebten und späteren Ehefrau, erzählt vom Storm-Biographen und Sprachzauberer Jochen Missfeldt. Kurz nachdem Theodor Storm seine Verlobte Constanze Esmarch 1846 geheiratet hat, geht er eine leidenschaftliche Liebesbeziehung mit der achtzehnjährigen Doris Jensen ein. Sie stammt wie er aus Husum, ist die Tochter des wohlhabenden Holzhändlers und Senators Peter Jensen. Dessen Familie zählt, wie auch Storms Familie mütterlicherseits, zum Husumer Patriziat: Man besucht sich, trinkt Tee und Punsch und spielt Whist und L‘Hombre. Die Liebe der beiden ist für Storms junge Ehe eine schwere Belastung.
Erst im Jahr 1848, Constanze ist im dritten Monat schwanger, geht Doris – wahrscheinlich auf Druck der Familienoberen – von Husum fort. Für sie beginnt eine fünfzehn Jahre währende Odyssee, eine Zeit des Lernens und der Selbstbehauptung. Doch das Liebesverhältnis dauert an, und als Constanze nach der Geburt ihres siebten Kindes überraschend stirbt, finden die beiden endlich zueinander.
Um diese bewegende Geschichte eines Frauen­lebens im 19. Jahrhundert zu erzählen, stützt sich Jochen Missfeldt auf sein großes Wissen als Storm-Biograph – auf Briefe, Novellen und Gedichte, auf Zeitungsmeldungen, Lebenszeugnisse, historische Quellen überhaupt.

Bestelladresse: info@buchhandlung-mahr.de
Beate Braun.

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