Bericht-„Inspiration Matisse“ in der Kunsthalle Mannheim

Exkursion von ViLE Süd am 29. Oktober 2019

Die Einladung zur Ausstellung wurde trotz einer Zugfahrt von 3,5 Stunden von Ulm nach Mannheim mit zweimaligem Zugwechsel ausgeschrieben. Tatsächlich dauerte die Fahrt über 4 Stunden mit 3maligem Umsteigen.

In Mannheim trafen die 7 ViLE-Mitglieder aus Ulm weitere 8 ViLE-Mitglieder aus Oberursel, Mannheim und Grünstadt, die in Hellers Vegetarischem Restaurant bereits mit dem Mittagessen begonnen hatten.
Zur vereinbarten Zeit erreichten wir die Kunsthalle am Friedrichsplatz, wo im Jahr 2017 fertiggestellten Hector-Bau die Führung pünktlich beginnen konnte.

Der Maler und Bildhauer Henri Matisse (1869 – 1954) begründete den Fauvismus und legte damit den Grundstein für den Expressionismus. Nach einem Jurastudium stieß er zu Beginn mehr zufällig auf die Malerei. Mit 21 Jahren musste er am Blinddarm operiert werden. Während der Genesungsphase begann er aus Langeweile zu malen. Dieses Hobby führte ihn 1893 zu einem Studium an der École der Beaux-Art. Zunächst studierte und kopierte er die alten Meister des Louvre in Paris. Danach setzte er sich mit den modernen impressionistischen Darstellungen von Vincent von Gogh, Paul Cezanne u.a. auseinander. Für seinen eigenen Stil wird er ab 1905 berühmt. Als in diesem Jahr er und seine Freunde ihre farbenstarken Bilder ausstellten, wurden sie verächtlich als „Fauves“ (Wilde Tiere) bezeichnet. Der Name steht für ihre neue Kunstrichtung „Fauvismus“.

Eine sehr informative Erklärung zu Matisse und seiner Kunstrichtung gibt es auf Youtube unter „Albertina Fauvismus“ – „Matisse und die Fauves“ (Vortrag in der Albertina, Wien, mit Bildern von Matisse, 3,5 min.) und weitere Bilder unter https://artinwords.de/kunsthalle-mannheim-henri-matisse/. Leider war in der Ausstellung fotografieren nicht erlaubt.

Nach der ausgezeichneten einstündigen Führung hatten wir Gelegenheit, einen Film über Matisse zu sehen und andere Abteilungen des Museums zu besuchen.

Gestärkt durch Kaffee und Kuchen in Hellers Vegetarischem Restaurant machten wir uns auf den Heimweg.

Beim Halt in Heidelberg gab es plötzlich einen lauten Knall und elektrische Blitze an der Oberleitung. Das Licht erlosch, die Türen waren nicht mehr zu betätigen. Bei einigen Passagieren brach Panik aus. Nach vielen Minuten des Wartens im Dunklen ging die Fahrt weiter bis Neckarsulm, wo wir außerplanmäßig den Zug nach Stuttgart wechseln mussten.

Trotz aller Probleme mit der Bahn haben wir mit der beeindruckenden Ausstellung in der neuen Kunsthalle in Mannheim einen zwar aufregenden, aber sehr interessanten Tag erlebt.

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