Bericht über die Exkursion von ViLE-Süd nach Friedrichshafen.

Exkursion von ViLE-Süd nach Friedrichshafen zum Zeppelin-Museum am 21. März 2017

Zu der Exkursion nach Friedrichshafen treffen sich 15 Damen und Herren am Hauptbahnhof Ulm, zu denen am Zeppelin-Museum noch zwei weitere Teilnehmer aus Bad Waldsee stoßen, die mit dem Auto angereist sind.

Am Vormittag besichtigen wir zunächst die Otto-Dix-Ausstellung, die anlässlich des 125. Geburtstags des Künstlers im Zeppelin-Museum stattfindet. Otto Dix, geb. am 02.12.1891 in einem heutigen Stadtteil von Gera, lebte von 1933 bis zu seinem Tode 1969 am Bodensee. Das Zeppelin-Museum stellt seinen gesamten Bestand an Otto Dix-Werken aus, der mit über 400 Arbeiten aus allen Schaffensperioden des Künstlers zum größten weltweit gehört.


Begrüßung durch den Künstler Pedro Krisko   (Foto Barbara Heinze)


Abteilung mit Kriegsdarstellungen  
(Foto Norbert Rückgauer)

Durch die Ausstellung führt uns Herr Pedro Krisko, ein am Bodensee lebender Künstler. Er versteht es, uns die nach Kategorien geordneten Werke, wie Kriegsdarstellungen, religiöse Themen, Portraits, Akte, Stadt- und Landschaftsbilder, kompetent und einfühlsam zu erklären. So lernen wir verstehen, wie sich die Schrecken des  1. Weltkrieges, die Diffamierung als entarteter Künstler durch die Nazi’s, das Leben mit zwei Familien, sein Wechsel an den Bodensee und in der Folge ein Leben in Ost- und West­deutschland in seiner Kunst widerspiegeln.


Mit diesem Gemälde wird die Ausstellung beworben. Pedro Krisko erläutert das Lebendige und das Vergängliche, das in dem Gemälde dargestellt wird.
(Foto Barbara Heinze)

Vor einer technischen Führung durch das Zeppelin-Museum am Nachmittag genießen wir ein Mittagessen im Restaurant des Zeppelin-Museums und bummeln bei herrlichem Wetter an der Bodenseepromenade.

Um 14 Uhr erwartet uns die Führerin, die uns die Geschichte und die Technik des Zeppelin-Luftschiffs erläutern wird.
Das Erdgeschoß des Museums ist dem größten Luftschiff, der LZ 129 Hindenburg, gewidmet. Wir sehen ein Video, wie dieses Luftschiff in Lakehurst in Flammen aufging.

Anhand eines Modells sehen wir in das Innere des Luftschiffes. Es sieht aus wie ein Luxushotel mit einem Speisesaal, einer Lounge, einer Küche, den Kabinen und – man staunt nicht schlecht – einem Raucherzimmer, das über eine Druckschleuse begangen werden musste. Eine Reise mit dem 245 m langen Zeppelin nach Südamerika dauerte 7 Tage, nach Nordamerika 3 Tage. Die Post wurde an den Bestimmungsorten aus den Fenstern abgeworfen.


Passagierbereich des Zeppelins in Originalgröße.   (Foto Norbert Rückgauer)


Die Lounge im Zeppelin.    (Foto Barbara Heinze)


Doppelkabine mit hochklappbaremWaschbecken.   (Foto Barbara Heinze)

Über ein Fallreep besteigen wir den in Originalgröße nachgebauten Passagierbereich der LZ 129 Hindenburg und bekommen einen Eindruck von den Kabinen und dem Gesellschaftsraum. In einem separaten Raum ist der Arbeitsalltag des Bordpersonals dargestellt.

Anschließend kommen wir in eine Ausstellung der Geschichte der Luftschifffahrt vom 18. Jh. bis in die Gegenwart. Anhand von Modellen, Originalexponaten, Filmen und Fotos erklärt die Führerin die wechselvolle Geschichte des Zeppelinbaus mit seinen Erfolgen und Rückschlägen.


Die Führerin erklärt die Geschichte der Luftschifffahrt.   (Foto Barbara Heinze)

Bis in die heutigen Tage begleitet uns die Erfolgsgeschichte der Zeppelin-Stiftung, deren erfolgreichstes Kind die Zahnradfabriken Friedrichshafen und Passau sind. Auch der Zeppelin-Nachbar, der täglich Fahrten über den Bodensee und auf Wunsch auch darüber hinaus durchführt, lädt uns jederzeit zu einer Fahrt ein.

Den erlebnisreichen Tag voller neuer Informationen beschließen wir mit Kaffee und Kuchen und einem Bummel entlang des Bodensees zum Stadtbahnhof.

Beate Braun.
07.04.2017

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