Warnemünder-Impressionen 2012

Warnemünde, wie der Name schon sagt dort gelegen wo die Warnow in die Ostsee mündet, wird erstmals 1195 erwähnt. Das damals noch kleine Fischerdorf wird 1323 von der Stadt Rostock gekauft, die so einen sicheren Zugang zur Ostsee erhält. Seit dieser Zeit ist Warnemünde ein Stadtteil Rostocks und hat alle Höhen und Tiefen dieser Stadt mitgemacht. Im 2. Weltkrieg stark zerstört beginnt ab 1945 langsam der Wiederaufbau von Rostock. Der Hafen und die Werften sind die wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. Nach der Wiedervereinigung kommt dem Fremdenverkehr wachsende Bedeutung zu. Viele kleine Läden und Boutiquen laden zum Einkaufen ein. Fischerkneipen und Restaurants bieten speziell eine Vielzahl von Fischgerichten an.

Das 1996 „Staatlich anerkannte Seebad“ Warnemünde gilt inzwischen vielen als der schönste Stadtteil Rostocks. Die Bilder von Marianne Frommberger geben davon einen kleinen Einblick.

Zu den Bildern

Besichtigung von Schloss Bredenfelde

Der heutige Besitzer Heinz Muschke gab uns nach einer Stärkung mit Kartoffel- und Linsensuppe einen Bericht über die Geschichte des Schlosses.
Das Schloss Bredenfelde wurde 1853 von Ernst Hans Heinrich von Heyden als Herrensitz im Tudorstil nach Plänen des Architekten Friedrich Hitzig, einem Schüler von Karl Friedrich Schinkel erbaut. Das Wappen über dem Eingang erinnert an die Familie von Heyden. Am Haus sieht man sowohl englische wie auch italienische Einflüsse, man könnte auch sagen, der Stil des Hauses sei neugotisch.

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Schloss Bredenfelde, Rückseite

Seminarteilnehmer im Festsaal

Das Haus hat eine Grundfläche von 500 m². Der große Turm rechts ist Treppenhaus, der kleinere Turm links besitzt Turmzimmer, die von den einzelnen Stockwerken aus zu begehen sind. Zum Schloss gehört ein 3,5 ha großer Park.
Ernst Heinrich von Heyden hatte einen Sohn und 4 Töchter. Der Sohn ist 1928 an den Verletzungen eines Sturzes von einem Pferd gestorben. Seine Schwestern waren nicht in der Lage, das Gut weiterzuführen, so dass es 1932 von der Mecklenburgischen Landesgesellschaft ersteigert wurde, die das Gut aufteilte. Einer Familie Ladendorf aus Nordrhein-Westfalen wurde das Schloss zugesprochen mit der Auflage, eine Gaststätte und einen Kolonialwarenladen einzurichten.

Foto Vordersite Schloss Bredenfelde

Nach dem Krieg wurden 1945 Flüchtlinge im Schloss einquartiert. Im Jahre 1956 verkaufte die Familie Ladendorf das Anwesen an die Firma Chemie Bitterfeld, die plante, daraus ein Erholungsheim zu machen, was – aus welchen Gründen auch immer – scheiterte. Deshalb beantragte die Firma 1958 die Sprengung des Schlosses. Der Antrag wurde von übergeordneter Stelle abgelehnt, in deren Folge die Anlage der Gemeinde Bredenfelde als Geschenk übereignet wurde. Die Gemeinde betrieb im Schloss 28 Wohnungen und eine Gaststätte.

Schloss Bredenfelde, Frontseite

Der Rat des Kreises entschied 1968 den „Ausbau“ des Hauses, so dass alles Verwertbare, wie Fenster, Türen, Fußbodenbeläge, Dachziegel, Kachelöfen und Treppen ausgebaut wurde. Danach verfiel das prächtige Herrenhaus, das Dach stürzte ein, und das Gebäude war bald nur noch eine Ruine.

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Seminarteilnehmer im Festsaal

Nach der Öffnung Ostdeutschlands bereisten Monika und Heinz Muschke aus Frankfurt Mecklenburg-Vorpommern und haben sich in das Land, insbesondere jedoch in das Schloss Bredenfelde, verliebt. Sie beschlossen, das Anwesen zu kaufen und in ein Hotel umzubauen. Die Gemeinde war zunächst nicht begeistert, da sie schlechte Erfahrungen mit sogenannten Glücksrittern aus dem Westen gemacht hatte.
Am 4.8.1997 wurde der Kaufvertrag unterschrieben. Gebaut hat Herr Muschke mit wenig Eigenkapital und Krediten der Deutschen Bank. Fördermittel für den Wiederaufbau bekam er vom Land nicht, da dieses Projekt als nicht förderungswürdig eingestuft wurde.

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Zur Restaurierung wurden Herrn Muschke 10 ABM`ler zugeteilt, die sich zunächst weigerten, wegen der Einsturzgefahr in der Ruine zu arbeiten. Ca. 150 t Schutt wurden ausgeräumt. Allein für dessen Entsorgung mussten 12.000 DM aufgebracht werden. Ende 2001 wurde das heutige Schlosshotel fertiggestellt.
Heute ist das Hotel das führende Haus für Hochzeiten, von denen neben Goldenen und Silbernen Hochzeiten, Geburtstagsfeiern usw. allein 80 „grüne“ Hochzeiten im Jahr ausgerichtet werden.
Nach der Einführung in die Geschichte des Hauses hatten wir Gelegenheit, alle Räume des Schlosses zu besichtigen, so auch einen eigens eingerichteten Trausaal, in dem der Standesbeamte aus Bredenfeld die Trauungen vornimmt.

Beate Braun

Kommentar von Madeleine |

Der Bericht von Beate finde ich aufschlussreich. Ich bin froh, die Geschichte des Schlosses schwarz auf weiss zu haben, denn vieles hatte ich schon vergessen.Danke vielmals, beate ! Madeleine

Waren Müritzsee Oktober 2012

Waren
Wir waren in Waren
Es gab keine Waren
Nur Wälder und Wiesen
Und Wasser und Weiden
Auf wilden Wegen gelangten
Wir zu den Wohnstätten einstiger Herren
Wir tranken den Wein aus vollen Gläsern
Und weinten lange beim Abschied

Erdmute Dietmann-Beckert

Kraniche im Müritz-Nationalpark

Infotafel über Kraniche im Müritzeum in Waren
Bildvergrößerung durch Anklicken

Für die Kraniche ist auf der Mecklenburgischen Seenplatte im Oktober die Zeit zum Zwischenstopp auf der Reise nach Spanien und Afrika. Täglich zogen sie über das Gebäude der „Europäischen Akademie“ während unseres dortigen Aufenthalts vom 7. bis 12.10.2012.
Fasziniert blickte ich den riesigen Schwärmen nach, die morgens kreischend auf die Felder flogen, um sich für den langen Flug nach Süden zu stärken. Am Abend ereignete sich der gleiche Spektakel auf dem Rückzug zu den Seen, wo sie nächtigen, um nicht von Feinden gestört zu werden. Leider sind mir keine Aufnahmen von diesem schönen Schauspiel gelungen, denn das kam immer so überraschend.
Die Filme über die nachfolgenden Links aus youtube veranschaulichen fantastisch unsere Erlebnisse.
Film 1
Film 2
Film 3

Gitti Nguyen-Duong

Bericht einer französischen Teilnehmerin

Programmablauf in Waren – gesehen und zusammengestellt mit den Augen der Autorin als PDF

Kreuz und quer durch MV und Frankreich

Im folgenden Bericht findet der Leser Informationen, zu denen ich ins Internet verlinke. Viele unter diesen sind einem deutschen Leser überflüssig, weil dieser schon vor der Abreise viel mehr über das Reiseziel wusste als ich als Französin. Ich glaube Deutschland gut zu kennen und war mehrmals in der Ex-DDR und dann in den neuen Bundesländern, doch nicht in MV. Obwohl ich früher Deutsch unterrichtete, habe ich mir bei dem Seminar viele Fragen gestellt, für die ihr, die deutschen Teilnehmer, schon die Antwort hattet. Als Französin habe ich oft das Erlebte mit meiner Heimat verglichen, und es hier wiedergegeben, damit der deutsche Leser MV “durch meinen Kopf” (so unser polnischer Reiseführer) sehen kann ... Hoffentlich kann es ihn interessieren …

Ortseingangstafel Waren/Müritz
Ortsbild durch Anklicken zu vergrößern

Vor dem Seminar habe ich ein paar Tage in Waren verbracht und hätte über Neubrandenburg und seine vier Tore sowie über Güstrow, die Barlachstadt, berichten können, aber das ist mir zu viel. Nur über die Kraniche habe ich doch ein paar Worte geschrieben, aber so wenig!

Noch etwas: Bitte, keinen Anstoß daran nehmen, wenn ich mich oft über dies und das (harmlos) lustig mache, sondern akzeptieren, dass unter den Zugvögeln, die in Waren-Müritz gerastet haben und weiter nach Süden geflogen sind, sich ein Spaßvogel versteckt hat.
Sprachfehler macht der betreffende Spaßvogel nicht aus Spaß, sondern weil seine grauen Flügel/Zellen, nicht mehr so grau sind wie früher … bitte, Nachsicht üben, danke!…

Kiste mit Äpfeln zum Mitnehmen unterwegs

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Madeleine Dauteuille-Fressart

Kleines MV-Glossar für den französ. Touristen I

Mecklenburg-Vorpommern

Wenn ich hier in Frankreich bei der Rückkehr gefragt werde, wo “mein” Seminar stattgefunden hat, dann antworte ich jedesmal: “en ex-DDR“/ “in der ehemaligen DDR” oder “Zwischen Berlin und der Ostsee, nicht weit von Polen”.
Ja, es sind Anhaltspunkte, die viele Franzosen gut gebrauchen können, glaubt es mir. Berlin ist hier im Lande als Reiseziel geschätzt.

Brandung an der Ostsee

Das Wort gibt es so nicht sehr prestigevoll (sowie Dresden übrigens), die Ostsee (la mer Baltique) ist für einige meiner Landsleute schon schwieriger auf der Landkarte ohne Navi zu orten, aber Polen ist für alle Franzosen durch Chopin schon bekannt, der liebe Mann ist komischerweise durch seine Notturnos zum Highlight geworden, er ruht in Paris und sein Grab ist sozusagen eine unumstrittene Enklave Polens in Frankreich.

Jeder wird es euch sagen: Chopin ist ein französischer Komponist. Punkt! Wie, bitte??? Nein, Beethoven nicht, das habe ich absolut nicht behauptet, also, bitte keine weitere Unterbrechung. Danke!

Die DDR ist von vielen Franzosen hauptsächlich durch 2 Filme (“Das Leben der Anderen” und “Goodbye Lenin”) bekannt, aber es ist ihnen eher ein politischer als ein geografischer Begriff und sie unterscheiden meistens gar nicht die neuen Bundesländer voneinander. Ich muss sagen, dass ich diese (eine Zeit) lange miteinander verwechselt habe. Würde ich weglassen: im Gegensatz zu den alten Bundesländern. Aber jetzt ist es besser geworden, seitdem ich (vor und nach der Wende) Thüringen, Brandenburg und Sachsen und nicht zuletzt Mecklenburg-Vorpommern kennengelernt habe. (Das heißt, von allen Bundesländern kenne ich jetzt nur Sachsen-Anhalt noch nicht und schiele schon auf Halle, Dessau, Eisleben und Wittenberg).
Vor der Abreise hatte ich mir nicht die Zeit genommen, die Geschichte des Bundeslandes MV zu wiederholen.

bizarre Baumskulptur

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Folgende Übersicht wäre doch wertvoll gewesen:

1918 Revolution, Ende der mittelalterlichen Verfassung. Der Freistaat Mecklenburg-Strelitz entsteht.
1934 Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz werden zum Land Mecklenburg vereinigt.
1945 Das Gebiet wird Teil der sowjetischen Besatzungszone und mit dem westlichen Teil Pommerns zum Land Mecklenburg-Vorpommern vereinigt.
Obwohl Stettin westlich der Oder liegt, wird es an Polen übergeben.
Ende 1945 wird die deutsche Bevölkerung vertrieben.
"Vorpommern" wird aus der Landesbezeichnung gestrichen.

Ob ich nach dem Seminar Mecklenburg von Vorpommern besser unterscheide, ist nicht gesagt, doch ist mir seit dem Vortrag über Pomerania der Begriff “Pommern” vertrauter geworden.

Komunalgemeinschaft Pomerania                                         Eingang zur Pomerania
(Bild anklicken zum Vergrößern) 

Die Oder-Neiße Linie

Der Ausflug nach Stettin hat mir die Gelegenheit gegeben, die berühmte Oder-Neisse Linie als Tatsache zu erleben und mich mit der Verlagerung der Grenzen Polens im Laufe der Geschichte wieder zu befassen. Da ich keine historische Landkarte bei mir hatte, wurde es zu einem richtigen Kopfzerbrechen und einer Blamage. Bin ich doch früher als Studentin und Lehrerin damit problemlos fertig geworden ...

Waren

Waren, ein alter Stich von 1860

Und nun zum Ortsnamen “Waren”: Bis er in meinem Kopf von dem Plural von “Ware” zum Stadtnamen befördert wurde, dauerte es eine Weile.
Z.B. der Satz: “ViLE war in Waren” kann mich heute noch verrückt machen.
Warum nicht “Viele waren …”?
Eigentlich heißt die Stadt: “Waren-Müritz”, denn sie liegt am Müritzsee, (dem größten Binnensee Deutschlands, soviel ich weiß.)
Le lac du Bourget ist der größte Frankreichs.

Stadtansicht von 1860
(Bild anklicken zum Vergrößern)

“Müritzsee” sagt aber kein Mensch vor Ort sondern “die Müritz”. Im Slavischen bedeutet Müritz “Kleines Meer” (das zwischen 200 und 750 Meter breite Gewässer ist etwas über 3,6 Kilometer lang.) Wer hat am ersten Seminartag gewusst, dass es DIE Müritz heißt? Ich frage euch? Also kommt mir Müritz, DER Müritzsee, DAS kleine Meer, DIE Müritz wie ein transsexuelles Wort vor, das bei meinem unsicheren Deutsch viele Geschwister hat (wie oft frage ich mich, bevor ich ein Wort gebrauchen will “der, die oder das???”) Am Anfang ist man also mit dem Geschlecht von Müritz etwas verwirrt, (auch DER Schwebende von Barlach im Güstrower Dom kann verwirren, hat er doch das Gesicht von Käthe Kollwitz!) Doch dann freut man sich, mit solchen eng gefassten Kenntnissen bei der Rückkehr angeben zu können. Man merkt ja sofort, wie sehr sich die Familienmitglieder, die nicht das Glück hatten, mitzufahren, dafür interessieren (“DIE Müritz, sagst du? Ist es eine Reisefreundin von dir?“ fragt der liebe Strohwitwer, der nicht immer 100%-ig aufmerksam zugehört hat).

Die Müritz

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Dann will man natürlich den armen Stubenhocker weiter aufklären, ihm den Horizont in der Art erweitern: “Ortsnamen, die mit “hagen” enden, liegen wahrscheinlich mitten im Wald …, denn Hagen = Wald, verstehst du?” und man doziert weiter: “die Endung “ow”, wie bei “Federow”, ist slavisch, hörst du slavisch! Interessant, nicht? Auch FeWo ist slavisch (ja, liebe Freunde mir ist nämlich etwas passiert, bitte nicht kichern: Auf den Schildern konnte ich oft “FeWo” lesen. “Slavisch wieder”, habe ich, selbstsicher, ein bisschen eingebildet schon, ein paar Tage lang gedacht, bis bei mir plötzlich der Cent gefallen ist: “Ferienwohnungen” … natürlich, Ferienwohnungen! Wie dumm von mir!”) Ja, an jeder Strassenecke wird eine “FeWo” angeboten und das zu einem spottbilligen Preis. Vielleicht sind sie teurer in der Hochsaison.
Ja, bei der Rückkehr gibt es viel, viel zu berichten, also … weiter berichten …

Landkreis “Mecklenburgische Seenplatte”

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Wie oft haben wir im Laufe des Seminars von der Bildung des Landkreises “Mecklenburgische Seenplatte” gehört, der nur “zweimal so groß ist wie das Saarland” (es hörte sich wie ein Kehrreim im Munde der Referenten an). Daran haben wir sehen können, wie sehr die örtliche Bevölkerung dadurch verwirrt ist, eine Tatsache, über die sich ein französischer Gast nicht wundern kann, denn schon das Verschwinden der Départementnummer auf den Nummernschildern hat die Franzosen verstimmt. Ah, die Idee schon, dass unsere lieben 1790 ins Leben gerufenen “départements” verschwinden könnten, ist ein Albtraum für die Franzosen.
Zur Geschichte Alter Landkreis Müritz
Der Name „Seenplatte“ fasziniert! Auch die tausend Seen auf der Landkarte. Vor Ort möchte man einen Hubschrauber mieten und diese endlich von der Vogelperspektive überblicken können, aber man darf nicht zuviel verlangen. Bei der Stadtführung haben wir die Müritz bewundern können und uns gut vorstellen können, wie schön der Sommerurlaub hier sein kann.
Ich war gespannt, die Mecklenburgische Seenplatte kennenzulernen, denn im Norwesten von Lyon haben wir die gleiche Landschaft, aber en Miniatur: Statt tausend Seen können wir uns nur tausend Teiche leisten. Die Gegend heißt „La Dombes“.
Hintergrund der Geschichte 
Vergleiche zu Frankreich

Feldsteinkirchen

Feldsteinkirche Groß Gievitz

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Feldsteinkirche Groß Gievitz                                                Portal

Diese Dorfkirchen sind aus Findlingen erbaut, die auf den umliegenden Feldern aufgesammelt wurden.
Die Feldsteinkirche in Groß Gievitz, die wir besichtigt haben, bleibt uns als ein Highlight ersten Ranges in Erinnerung. Sie stammt aus dem beginnenden 13. Jahrhundert und zeigt den Übergang vom romanischen zum gotischen Baustil. Das Schiff hat zwei Gewölbe ohne Rippen. Der Chor ist nahezu quadratisch und hat Halbkugelgewölbe. Beeindruckend sind die spitzbogigen Fenster des Schiffes mit ihren Backsteinfriesen und den rechteckigen Bleiverglasungen. Die Sakristei, die erst 1858 angebaut wurde, hat einen hübschen Backsteingiebel. 1964, also noch zu DDR Zeiten, wurde die Kirche umfassend renoviert.

Innere der Feldsteinkirche Groß Gievitz

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Gewölbe                                                                                  Deckenfresken

Raps

Eine Zeit lang habe ich „Raps“, „Flachs“ und „Lachs“ verwechselt. Jetzt nicht mehr, ich bin also salonfähig geworden, ihr könnt mit mir umgehen.
Raps erkennt man im Oktober nicht unbedingt sofort. Vom Bus aus, habe ich zuerst gemeint, es sind Zuckerrüben. Natürlich hätte ich in der Blütezeit Raps mit Zuckerrüben nicht verwechselt, was glaubt ihr denn? Auch bei meiner Kurzsichtigkeit, jawohl! Wie bitte? Wie viel Finger ich sehe? 5 und den Daumen dazu, stimmt es? Also gut. Nicht immer unterbrechen, bitte!
Raps verbindet man nicht sofort mit Biosprit, auch bei einem durchschnittlichen I.Q.. Wenn ich volltanke, sagt mir ja mein Dieselmotor nie „ich bin satt, ich mag kein Blatt!“ Doch war ich ein bisschen erstaunt, dass in MV so viel Rapsöl für die Salatsoße verbraucht wird, denn ich sah nirgendwo Salatfelder. Also habe ich mich erkundigt und mich plötzlich an die Debatte um die Biotreibstoffe erinnert, und alles war mir wieder klar im Kopf: Raps gleich Biosprit also.
Für MV ist Raps ein richtiger Segen, wie aus folgendem Artikel zu entnehmen ist:
Blühende Landschaften in Goldgelb

Wenn ich nicht wüsste, dass Frankreich ungefähr soviel „Autofutter“ anbaut wie Deutschland, könnte ich den Spielverderber spielen und die Hungersnot erwähnen usw …usw … Aber ich will lieber diesen Zeilen Vertrauen schenken, die ich irgendwo im Internet gelesen habe: „Wenn in Zeiten von Hunger Getreide in Tanks landet, daran ist jedoch nicht der Biosprit schuld, sondern die Biosprit-Politik“. Und ich möchte den MV-Bürgern die Begeisterung auch nicht verderben, solange der Salat in der Europäischen Akademie, nicht nach Sprit schmeckt.

Foto "Noldehimmel"

Nur eine kleine Frustration: Als französiche Dörflerin wäre mir statt Rapsmonokultur, Viehzucht lieber gewesen und ich habe überall in MV die Gegenwart von Rind- oder Schafherden vermisst, keine Pferde gesehen, gar nichts! Eine Frage der Rentabilität nehme ich an. Keine schönen Viehherden, dafür prächtige Wolken, „Noldehimmel“, mit einem einmaligen Licht.

Der Müritz-Nationalpark

Der Müritz-Nationalpark dient dem Umweltschutz, fördert den Tourismus und schafft Arbeitsplätze. Er birgt nicht nur Seen und Findlinge, sondern auch einen schönen Wald, 72 % der Nationalpark-Fläche sind mit Wald bedeckt. Die Gemeine Kiefer beherrscht das Bild, daneben gibt es noch Buchen, Birken und Erlen. Da man heute die natürliche Waldverjüngung unterstützt, werden die langweiligen Kieferflächen immer mehr durch Laubbäume ersetzt. Das Ziel sind größere Gebiete, in denen natürliche Laub- und Mischwaldgesellschaften entstehen, die dann der Natur überlassen werden können. Bei der „Kranich Tour“ (siehe weiter unten) durfte ich durch diesen Wald wandern. Obwohl von den hiesigen Kiefern  kein Harz gewonnen wird, musste ich dabei an unseren Seekieferwald im Département „Landes“ denken. (1999 vom Orkan „Lothar“ sehr beschädigt) Hier wurde auf Befehl von Napoleon aus einer ursprünglichen Heidelandschaft (frz. lande) das größte zusammenhängende Waldgebiet Westeuropas geschaffen. Wer sich für französische Literatur interessiert, verbindet diese Gegend mit dem Schriftsteller Mauriac (1885 – 1970), einer genialen bösen Zunge (und genialem Schriftsteller überhaupt), der mit folgendem Zitat bei Google.de erscheint: „Jemand lieben heisst als einziger ein für die anderen unsichtbares Wunder sehen“.

Alleen

Allee in Mecklenburg Vorpommern

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Schon das Wort selbst tut gut: „Alleeeeeeen“ man legt sich bei diesem Wiegenlied sofort hin und hält im Schatten sein Mittagsschläfchen!
Wenn mir eines in Erinnerung bleibt von der Landschaft in MV, dann die Alleen! Diese gepflasterten, mit Bäumen gesäumten Straßen haben die Leute meiner Generation erlebt und sie weinen ihnen nach, denn außer in den neuen Bundesländern, wo sind sie sonst noch zu finden? Wer möchte mit mir weinen? Hier, bitte, nehmen Sie ein Kleenex-Taschentuch. Wie bitte? Die ganz Packung? Aber gerne …ah …MV tut gut! Alleen in Mecklenburg-Vorpommern sind immer ein Erlebnis, sie könnten Lissabon mit Moskau verbinden! (4.374 km). Man hat sich bei der Anlage nicht auf eine Baumart festgelegt, oft gaben die Vorlieben der Gutsherren den Ausschlag, diese Vielfalt macht einen der Reize aus. Heute sind die ältesten Alleebäume ca. 250 Jahre alt.
Vorsicht! In der Lyoner Mundart bedeutet “Allee” nicht Allee, sondern bezeichnet einen Eingang in ein Wohngebäude.
Madeleine Dauteuille-Fressart

Kommentar von Beate Braun |

Liebe Madeleine,
ich hatte schon auf Deinen Beitrag gewartet (Dein letzter von Bad Urach hatte mir so gut gefallen) - er ist so geistreich und witzig und bringt mich dazu, noch einen intensiveren Blick auf Meck-Pom und seine Geschichte (vor Gründung der DDR) zu werfen.

Kleines MV-Glossar für den französ. Touristen II

Bewahrung des Kulturerbes und Tourismus

Ob in Frankreich oder in Deutschland - oder wohl in ganz Europa - ist man bei der schnellen wirtschaftlichen Entwicklung der Globalisierung, bei der Klimaveränderung usw. darauf bedacht, das Kulturerbe zu bewahren und das geschieht in verschiedenen Formen. Ich möchte einige nennen, die wir in MV zu sehen bekommen haben und einige, die mir in Frankreich bekannt sind. Diese lobenswerte Sorge ist aber manchmal schwer von einer Industrie namens “Tourismus” zu unterscheiden, und deshalb zeige ich mich manchmal kritisch und ironisch dieser “Religion” gegenüber (ob in Frankreich oder in Deutschland, übrigens). Das wertvolle Erbe hat meine Generation (wieder!) noch intakt und kostenlos in Hülle und Fülle genießen können. Wir waren nicht reich, doch lebten wir mitten in einer richtigen Schatzkammer, ohne es zu bemerken! Heutzutage erleben wir eine Vermarktung von all diesen natürlichen Schätzen, und diese Vermarktung tut weh! Entschuldigen Sie bitte! Bleiben noch ein paar Taschentücher übrig? Danke!
Doch bewundere ich die Bemühungen um dieses bedrohte Erbe, sehe gern ein, dass dieses Erbe ohne diese Rettungsaktion, so ungeschickt, fadenscheinig und kommerziell sie auch sein kann, schnell verschwinden würde.
In welcher Form zeigt sich die Bewahrung des Erbes im Raum Müritz?

Müritzeum

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… das sich mit Museum reimt. Jedes Museum ist ein Konservatorium. Das Balsamieren ist seine Pflicht. Hier wird den Besuchern eine Naturlandschaft mit einer großen didaktischen Kunst vorgestellt, die den Deutschen eigen ist: Hut ab! Doch lässt in mir ein solches Konservatorium, wie so oft auch in Frankreich, ein gewisses Unbehagen entstehen: ob diese Naturlandschaft mit ihrem biologischen Leben, ihrer Fisch-und Vogelvielfalt deshalb so schön präsentiert wird, weil sie in Lebensgefahr ist? Heutzutage kann man sich darüber freuen, dass ein wahres Bewusstsein des Problems vorhanden ist, dass man den Prozess stoppen will und daran habe ich mich beim Besuch des Müritzeums geklammert, sonst wäre ich nicht so interessiert gewesen, weil ich lieber Fischer und Angler, Kähne und Fische, Vögel, Wasserjungfern und Muscheln, Kühe, Pferde und Schafe draußen beobachte als im Museum. Jene “Vermuseumisierung” der Welt macht mich bedenklich. Einige Beispiele: In Lyon gibt es fast keine Seidenweber mehr, dafür ein Seidenwebermuseum, keine Textilindustrie mehr, dafür eine Art “Gewandhaus”, wie in Leipzig, Mac Do’ hat die guten “Bouchons” (typische Gasthäuser in Lyon) verdrängt, aber im Museum lief neulich eine Ausstellung über die Gastronomie und den Geschmack!
Ende der Demo, Ende der Barrikade! Mein Pflastervorrat ist aus!
Denn, wie gesagt, man kann/muss es begrüßen, dass man endlich weiß, wie wertvoll und bedroht die biologische Vielfalt ist, dass man Schulkinder und Touristen in ein so schönes Museum führt wie das Müritzeum.

Das Müritzeum, “Das Haus der Kollektionen” hat mich entzückt, und wie ich es zu zwei ViLE Freundinnen, die mit mir zusammen da waren, kamen mir all die schön sorgfältig in den vielen Schubläden sortierten Sammlungen vor, wie eine Metapher der Schöpfung, der Genesis.
In der Bibel heißt es: «21 Da schuf Gott die großen Seetiere und alle Arten der kleinen Lebewesen, die da sich regen, von denen die Gewässer wimmeln, dazu alle Arten der beschwingten Vögel. Und Gott sah, dass es gut war. 22 Da segnete Gott sie mit den Worten: »Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser in den Meeren, und auch die Vögel sollen sich auf der Erde mehren!« 23 Und es wurde Abend und wurde Morgen: fünfter Tag.“

Vogelschädel im Museum

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Bild einer Cannabispflanze

Aber sie sehen manchmal makaber aus, die Sammlungen (ich denke z.B. an die Schublade voll von winzigen Tierschädeln, oder voll von angereihten Vogelleichen, die da lagen, wie tote Soldaten in einem Graben.)
Ja, Schöpfung und Nekropole gleichzeitig … Überrascht waren wir, unter den gepressten Pflanzen, Cannabis zu sehen, eine schöne Pflanze, die in Frankreich eine heftige Debatte ausgelöst hat … Wie bitte? … nein, Sie irren sich, sonst läuft alles geräuschlos. Aber cannabis kann einen aufregen, wissen Sie?

Mein Mini-Müritzeum in der Nähe von Lyon
Bei mir in der Nähe ist ein sehr interessantes Museum „L’araire“/radloser Pflug, eine Art Heimatmuseum, das sich hauptsächlich mit der Geschichte der örtlichen Land-und Forstwirtschaft befasst: Ein Team von Historikern veröffentlicht eine Zeitschrift mit wissenschaftlichen Artikeln über Themen, die die Naturlandschaft „Monts du Lyonnais“/Lyoner Hügellandschaft betrifft wie etwa die Geschichte der landwirtschaftlichen Architektur, oder die römischen Aquadulte in unserem kleinen Gebirgsraum, oder über die Ortsnamen.

Die Büdnerei

Türschild der Büdnerei Lehsten

 

Diesen geheimnisvollen Ort haben wir am letzten Tag besichtigt.
Das Wort war eine harte Nuss zu knacken. Was ist denn eine Bü … eine Büdne, eine Büdnerei?
Zuerst habe ich an Butler gedacht. Nein, darum ging es nicht.

Ein Büdner – so der Duden – ist der Besitzer eines kleinen bäuerlichen Anwesens. Mit weniger als 10 ha Land. Es wurde meist ohne Gesinde betrieben. Heute sind die Büdnereien oft Einheitshäuser, unter deren Dach alles vereinigt ist: Wohnung, Stall und Scheune.

Büdnerei Lehsten

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Die Büdnerei in Lehsten, die wir besichtigt haben, will das Erbe bewahren. Ohne solche Initiativen wären die Büdnereien „Nur noch ein Begriff im Duden“. Also, es lebe die Büdnerei neuer Art … Dieses ehemaliges Anwesen einer Kleinbauernfamilie wurde liebevoll restauriert. Die Wohnungen wurden zu Ferienwohnungen, die kleinen Stuben zu einem Café und der ehemalige Kaufmannsladen zur Galerie umfunktioniert. Obwohl nach Möglichkeit alles Alte erhalten blieb, fehlt der Komfort nicht. Hier werden auch künstlerische Workshops, Malkurse und Natursafaries angeboten.
Brunhilde und Hans Schmalisch, den Betreibern der Büdnerei, gelingt es - sicherlich auch durch ihre eigene künstlerische Tätigkeit - sie töpfert, er schreibt kurzweilige Gedichte und Geschichten, eine ganz eigene Atmosphäre zu schaffen. In einer gewissen Intensität, die sich hier auf dem Lande wie von selbst ergibt, entfalten sich viele unkomplizierte persönliche Gespräche.

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Die Büdnerei ist ein Geheimtipp für alle, die auftanken wollen: Ruhe, Entspannung, Heiterkeit in stimmungsvoller, kreativer Atmosphäre. Und das alles inmitten einer in ihrer Ursprünglichkeit einmaligen Landschaft. In dieser Endmoränenlandschaft kann die Natur noch in ihrer vielfältigen Art auf Wanderungen, Radtouren, Boot- und Kremserfahrten erlebt werden.
Wer all dies schätzt, ob nun als Gast in einer der Ferienwohnungen, oder als Besucher der Galerie, des Cafés oder einer der Veranstaltungen und als Teilnehmer angebotener Aktivitäten (bitte OHNE Haustiere) - in der Büdnerei Lehsten ist er immer gut aufgehoben.

An der Kaffeetafel

 

Wir wurden mit einem leckeren Pflaumenkuchen bewirtet. Die Hostess hat uns nette Texte aus einem Buch des Hausherrn vorgelesen, das man in der Boutique kaufen konnte.

Bühnenbild in Lehsten

 

Der große Veranstaltungsraum war als perfektes Bühnenbild eingerichtet, mit den dazugehörigen Requisiten (altmodische Gießkannen, Gartenwerkzeugen usw). Sehr schön, fast zu schön! Ein Freilichtmuseum ist es nicht, es lebt weiter und zwar haben sich die Inhaber auf die künstlerische Tätigkeit umgestellt. Ein interessantes Experiment, finde ich.

Fischers Fritz

Bei Fischers Fritz in Faulenrost haben wir nicht nur sehr gut gegessen, sondern sehen können, wie die junge Generation es versteht, den Tourismus zum Retter der örtlichen Wirtschaft (hier Fischzucht) zu machen.

beim gemütlichen Essen

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In Frankreich gibt es allerlei Versuche dieser Art, die Landwirtschaft und Viehzucht usw. zu fördern. Manchmal, wie im Südwesten, bezahlen die Touristen, um sich in den Gänsemästereien die Zubereitung von Gänseleberpastete beibringen zu lassen (und sich „mästen“ zu lassen!).
Überall werden Gaststätten eröffnet, deren Wirt ein Bauer ist, und wo die Produkte direkt aus dem Hof serviert werden. Statt in Hotels zu übernachten, suchen sich die Urlauber sog. „gîtes ruraux“/B. and B. à la française, die einen Einblick in das Leben der Einheimischen erlauben und wo die von der Wirtin mit Obst aus dem Garten eingemachte Marmelade sooo gesund und lecker ist! Da steigt der begriff „Trassabilität“ ein.

 


Der junge Mann bei Fischers Fritz hat betont, dass die Produktion eine lange Tradition hat und auch dass der Fisch, der uns serviert wurde, noch einige Stunden früher - wie Schuberts Forelle - hier in der Nähe in einem Teich zappelte und von ihm selbst, einem alteingesessenern „Seenplattler“ zubereitet worden war.

Nicht nur Fisch haben wir verzehrt, sondern auch ein Stückchen Naturerbe, es hat geschmeckt und wie!

Zwei Seminarteilnehmerinnen

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Ein schöner Abend!

Ein Besuch in der Büdnerei Lehsten

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