Essen und Trinken in Frankreich

Das Essen spielt eine große Rolle im Leben der Franzosen. Denn Essen hat in Frankreich eine lange Tradition. Über Essen und Trinken wird auch gerne geredet. Die Zusammensetzung des Menüs, die Auswahl der passenden Weine oder individuelle Zubereitungen sind ein häufiges Gesprächsthema. Kein Wunder – besteht doch eine ausgedehnte Mahlzeit nicht selten aus mindestens fünf köstlichen Gängen.

Speisenfolge in der französischen Küche

Die wichtigsten Mahlzeiten in Frankreich sind das Abendessen und das Sonntagsessen mit der ganzen Familie. Im einfachsten Fall besteht das typische Menü aus drei Gängen: Vorspeise, Hauptgericht und Nachspeise. Dazu wird Baguettebrot gereicht. Kartoffeln gelten als Gemüse, nicht als Sättigungsbeilage! Ein fünfgängiges Menü bietet zwischen Vorspeise und Hauptgericht noch ein Zwischengericht, das so genannte Entremet.
Nach dem Hauptgericht folgt die Käseplatte und zum Abschluss kommt das Dessert. Bei sieben oder mehr Gängen fallen die Portionen entsprechend kleiner aus. Dann gibt es z. B. eine warme und eine kalte Vorspeise und zwei Entremets.

Zum Essen wird meist Rotwein und Wasser getrunken. Nach dem Essen servieren die Franzosen einen starken Kaffee mit etwas Schokolade sowie einen Cognac oder ähnliche Spirituosen.
Weltberühmt sind französische Saucen wie die Béchamel, Béarnaise, Hollandaise, Velouté oder die Vinaigrette.

Frankreich ist ein Land der Weine und des Käses, von denen es 360 bis 500 verschiedene Sorten geben soll.

Frankreich ohne Baguette? Kaum vorstellbar! Das Stangenweißbrot ist geradezu ein Symbol der Franzosen. Ein ebenso typisches französisches Gebäck sind Croissants, die gerne zum Frühstück entweder zu Hause mit einem Milchkaffee oder rasch unterwegs in der Bar zu einem kleinen café noir gegessen werden.

Spezialitäten der verschiedenen Regionen

So verschieden wie die französischen Landschaften, so verschieden sind auch die regional typischen Speisen. Die Palette reicht von mediterraner Küche in Südfrankreich bis hin zu deftigen deutschen Spezialitäten mit französischer Verfeinerung im Elsass.

Die Tabelle vermittelt einen Überblick über die kulinarischen Besonderheiten der französischen Regionen.:

  • Normandie: Kalbfleisch, Calvados, knusprige flache Apfelkuchen, kräftige Käsesorten wie Camembert, Livarot, Pont L’Evèque,
  • Bretagne: Lamm, Meeresfrüchte vor allem Hummer, Langusten, Austern, Crepes, Artischocken,
  • Périgord: Gänsestopfleber, confit d’oie (Gänseteile im eigenen Fett gegart), Trüffel.
  • Languedoc: Cassoulet (Eintopf aus weißen Bohnen, Kräutern, Speck, Fleisch, Ente).
  • Provence: Aromatische Kräuter, Tomaten, Knoblauch.
  • Südfrankreich (Marseille): Marseiller Bouillabaisse (Fischeintopf mit scharfer, rötlicher Knoblauchmajonäse).
  • Lyon: Huhn und Schweinefleisch in allen Variationen.
  • Burgund: Exquisite Weiß- und Rotweine, Crémes de Cassis (schwarzer Johannisbeerlikör), Weinbergschnecken, Fleisch-, Fisch- und Geflügelspezialitäten mit Weinsaucen.
  • Elsass: Garniertes Sauerkraut, Baeckeoffe (Schmoreintopf mit Kartoffeln und Fleisch), Flammkuchen (flacher Rahm-Speck-Kuchen), flambierte Obsttartes.
  • (Autorin: Ingrid, Quelle: ernaehrungsstudio.nestle.de)

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