Das Militär in der Bundesrepublik Deutschland

 

Die deutsche Bundeswehr befindet sich im Wandel. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière stellte am 18. Mai 2011 einen Plan zur Reform des deutschen Militärs  vor. Ein Vorhaben, dessen Realisierungsdauer auf sechs bis acht Jahre geschätzt wird. Die Bundeswehr soll verkleinert, gleichzeitig aber der Anteil der Kräfte für Auslandseinsätze erhöht werden.

Die neue Bundeswehr soll schlanker und effektiver werden. Es ist eine Reduzierung der Truppenstärke von 221.000 Soldaten auf 170.000 Berufs- und Zeitsoldaten sowie 5000 Freiwillige vorgesehen. Die Freiwilligenzahl kann bei Bedarf um bis zu 10.000 erhöht werden. Junge Männer und Frauen können sich zu einem  Freiwilligendienst von zwölf bis 23 Monaten verpflichten.

Die eingesetzte Expertenkommission hat die Verkleinerung des Ministeriums und die Straffung der Führungsstrukturen angeregt. Die Zahl der Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums soll von etwa 3200 auf 2000 sinken. Auch die Zahl der Stäbe und der Generäle soll reduziert werden.

Eine neue Personalgewinnungsorganisation soll künftig für ausreichendem und qualifiziertem Nachwuchs sorgen. Nach dem Ende der Wehrpflicht fehlen vor allem  Mannschaftsdienstgrade. Ein Attraktivitätsprogramm soll als Lockmittel dienen.

Die Reform sieht vor, dass die Bundeswehr künftig zwei große Auslandseinsätze ausführen kann, davon einen auch mit Führungsverantwortung. Hinzu können weitere kleinere  Einsätze kommen, wie etwa das Befreien von Geiseln. Als längerfristige Vorgabe sieht das Konzept vor, dass 10.000 Soldaten für  Auslandseinsätze bereitstehen.
Das Bundeskabinett hat die Pläne von Verteidigungsminister Thomas de Maizière für die Reform der Bundeswehr gebilligt.

Der Verteidigungsetat

Derzeit dienen in der Bundeswehr etwa 235.000 Soldaten -  davon beim Heer rund 66.250, bei der Luftwaffe 40.350 und bei der Marine 16.800. Dazu kommt das Personal einer sog. Streitkräftebasis, des Sanitätsdienstes und des Verteidigungsministeriums.

Wehrsold und Versorgung

Wehrpflichtige werden nach ihrem Eintritt in die Bundeswehr vom Dienstherrn vollständig versorgt. Neben einer Unterkunft werden unter anderem Verpflegung, Kleidung und medizinische Versorgung gestellt.
Der Wehrsold für einfache Soldaten beträgt zur Zeit 282,30 Euro monatlich und steigert sich entsprechend dem Dienstgrad und der Dienstzeit.

Freiwillig bei gutem Gehalt

Für Freiwillige sieht es etwas anders aus. Die Bewerber bestimmen den Zeitraum ihres Wehrdiensts. Bis zu 23 Monaten sei alles möglich, heißt es.

Als freiwillig Wehrdienst Leistende(r) erhalten junge Männer und Frauen einen steuerfreien Wehrsold. Neben dem sogenannten Wehrsoldtagesatz wird ein Wehrdienstzuschlag gezahlt. Die Bewerber können daher bereits ab dem ersten Monat des Wehrdienstes mit einem Wehrsold in Höhe von 777,30 Euro rechnen. Diese Summe kann sich durch Zulagen und Zuschläge noch erhöhen.

Horst (Quellen: Financial Times Deutschland, ZEIT ONLINE. bundeswehr,de, bmvg.de, jurablogs.com)

 

Zurück