"Die Mütze oder der Preis des Lebens"

von Roman Frister
Buchtipp von Christa Schieweck

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Dieses Buch muss man gelesen haben! Ich bin tief beeindruckt von dem, was ich in diesem Werk erfahren habe. Es ist der Schrei eines gequälten Menschen- eigentlich eines toten Menschen. Tot meine ich im Sinne- hier hat die Menschlichkeit aufgehört zu existieren. Und weil es eine Autobiographie ist, möchte man weinen, unaufhörlich weinen. Zum Inhalt: Der jüdische Junge aus dem gutem Hause, reiche Eltern, erlebt als polnischer Jude die Kriegszeit in Konzentrationslagern mit allen seinen Schrecken. Er geht durch alle Höllen , die ein Geist je ersann. Er ist kein Heiliger und die Gesetze der "Zeit des Lichts" sind außer Kraft gesetzt, wenn der Strudel alle in den Abgrund zu reißen droht. In der Nachkriegszeit will er alles Versäumte aufholen und endlich "im guten Leben" ankommen. Wieder ist er "nur Jude". Schließlich wandert er nach Israel aus und beschreibt als berühmter Journalist sein Buch über sein Leben. Mit einer geradezu schmerzhaften Offenheit, die dem Leser den Atem nimmt, erzählt Roman Frister die Geschichte seiner Verwandlung vom glücklichen Kind zum unbarmherzigen KZ-Häftling, vom Gezeichneten zum Lebenshungrigen, Liebhaber und Bohemien.

Verlag: Goldmann Verlag
ISBN: 3-442-75536-0
Preis: Euro 12.50

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