"ERINNERUNGEN - Die Internierung"

von Werner Dittmann
Buchtipp von Marion Kind

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Ein unschuldiger 16jähriger Bub (falsch beschuldigt als "Wehrwolf") beschreibt die schwere und unfassbaren Zustände im russischen Lager. 130.000 erging es so oder ähnlich. Aber die Solidarität und der Zusammenhalt unter den Gefangenen wurde groß geschrieben. Doch da waren auch die Schikanen der Wachleuten und ihre brutale Art + Weise.
Es ging oft ums Überleben und ums Durchhalten. Kälte und Hunger waren die Begleiter. Ein paar geflüsterte Worte des Mitgefühl gaben wieder Wertgefühl, spendeten Wärme. Oft hörte man das Schlimmste, wie z.B. Schreie der Frauen und man dachte sich sein Teil. Mehrfach musste man den schleichenden Tod von Freunden erleben.
Der Schreiber konnte gut bluffen und bekam einen "Job" , aber es hätte auch ins Auge gehen können. Etwas Brot, Suppe oder eine Decke war schon ein Gewinn. Aber die Mägen waren ja Essen kaum gewohnt.
Es gab auch Bestechung um Leute frei zu kaufen. Manche Mutter versuchte, mit Schmuck den Sohn frei zu kaufen.
Sein Wunsch: Als Ingenieur zu arbeiten und den Wiederaufbau des Landes teilzunehmen. Trotz der nahen Kriegserinnerungen hat er in die Zukunft gesehen und später mit den Russen zusammengearbeitet.
Er hofft, das die Menschen ohne Kriege leben und die globalen Anforderungen der Umwelt, Armut und des Hungers in der Welt lösen können !
Spannend, kurz und ergreifend geschrieben.

Verlag: Edition Freiberg
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