Essen und Trinken in Belgien

In Belgien haben zwar Flamen als auch Wallonen jeweils eigene Regionalgerichte entwickelt, aber das Nationalgericht Belgiens heißt Moules frites (Miesmuscheln mit Fritten) und ist von Ostende bis Arlon im ganzen Land verbreitet. Man bekommt es in nahezu jedem Restaurant. Es besteht aus frischen, zumeist im Topf kredenzten Miesmuscheln in Gemüsesud, zu denen Pommes frites gereicht werden.

Aber es gibt noch weitere Spezialitäten in Belgien. Waterzooi (flämisch, etwa „wässriges Durcheinander“) ist ein bekannter Eintopf und gilt als flämisches Nationalgericht.

Der belgische Reisfladen ist eine kulinarische Spezialität aus der Gegend um Verviers, die auch im deutschen Grenzgebiet geschätzt wird. Es handelt sich um einen Hefeteig mit einer Füllung aus Milchreis, der in einer Fladenform gebacken wird.

Eine in Belgien beliebte Spezialität ist die Lütticher Waffel, die aus einem schweren Hefeteig hergestellt und mit leicht schmelzendem Perlzucker gefüllt ist. Man kann sie in vielen belgischen Orten an Straßenständen oder in kleinen Waffelläden kaufen.

Aus Belgien stammt auch der Limburger, ein Käse aus pasteurisierter Kuhmilch mit einem Fettgehalt von 20 bis 60 Prozent und einer weichen Rotschmiere-Rinde. Er riecht sehr stark, aber seine Liebhaber schätzen ihn wegen seines aromatischen und würzigen Geschmacks. Er wurde zuerst von Mönchen in den Klöstern des damaligen Herzogtums Limburg gekäst und stammt nicht, wie vielfach irrtümlich angenommen, aus der hessischen Stadt Limburg.

Außerdem ist Belgien für seine Schokolade, und vor allem seine Pralinen bekannt. Nicht zu vergessen: Das belgische Bier, das nicht immer nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut wird, bietet eine große Auswahl. Es gibt mehr als 300 belgische Biere.

(Autor: Horst, Quellen: belgieninfo.net, naturwissenschaften.be, pervan.de, wikipedia)

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