Belgien: Nur 3 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien

In Belgien beträgt der Anteil erneuerbarer Energien derzeit nur 3 Prozent am gesamten Energieverbrauch (71 Prozent Biomasse, 21 Prozent Wasser, 6 Prozent Wind und 2 Prozent Sonne). Bis 2020 soll ein Anteil von 13 Prozent der Energieerzeugung durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

Die Vorgaben des "Kyoto-Protokolls" wird Belgien unter Beibehaltung bisheriger Anstrengungen voraussichtlich nicht einhalten können. Bis 2012 verpflichtete sich Belgien, seine Treibhausgase um 7,5 Prozent zu vermindern. Die Laufzeit der Atomkraftwerke der ersten Generation (3) soll bis 2025 verlängert werden.

Belgien erzeugt 11,9 Prozent seiner Energie mit Kohle, 38,9 Prozent mit Öl, 25 Prozent mit Erdgas und 21,4 Prozent mit Atomkraft. Die Importabhängigkeit beträgt 78,8 Prozent.

Von Region zu Region unterschiedliche Förderungen

Die Förderung von Strom aus Erneuerbaren Energien ist in Belgien von Region zu Region (Wallonie, Flandern, Brüssel-Hauptstadt)   unterschiedlich normiert. Sie erfolgt hauptsächlich durch eine Mengenregelung.  Stromlieferanten sind verpflichtet, durch Zertifikate nachzuweisen, dass sie einen regional unterschiedlich festgelegten Anteil (Quote) von Strom aus Erneuerbaren Energien geliefert haben. Daneben besteht ein staatlich garantierter Mindestpreis für vom Netzbetreiber anzukaufende Zertifikate.

Horst

(Quellen AA, BMU)

Zurück